Gangster, Gauner und Ganoven feiern Karneval

Von: Nina Krüsmann
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Fast nur eigene Kräfte unterhalten die zahlreichen Narren beim Pfarrkarneval von St. Michael an der Zeise. Foto: Heike Lachmann

Burtscheid. Beim Karneval an der Zeise tummeln sich in dieser Session „Gangster, Gauner und Ganoven“. Es ist wirklich fantastisch, mit wie viel Liebe zum Detail die Pfarrkarnevalisten ihre Veranstaltungen vorbereiten.

Seit 1978 gibt es in St. Michael eine Sitzung mit rund fünfstündigem Programm und eine Karnevalsparty für die jüngeren Gemeindemitglieder, erzählt der Moderator und Elferratssprecher Claus Jüsten. Angefangen von den Messdienern bis hin zu ganzen Familien kommt beinahe alles aus den eigenen Reihen.

Ellen Bourceau ist vielfach engagiert, organisiert hinter den Kulissen und brachte nun einen herrlichen Sketch über eine schlaflose Frau dar – das Schnarchen des geliebten Ehemannes ist schuld. Szenen aus dem Leben mischen sich mit Kirchenpolitik: Seitenhiebe gab‘s auf die Fusion der Burtscheider Pfarrgemeinden, Sketche über das kirchliche Immobilienmanagement (KIM) im Bistum Aachen, Papst Franziskus und die Schöpfung.

Vorbereitungen ab Oktober

Im Oktober begannen die Vorbereitungen. Die Mottodiskussion brauchte eine ganze Elferratssitzung, erinnerten sich die kreativen Karnevalisten schmunzelnd. „Diesmal sollte es mal etwas Böses sein, deshalb verwandeln wir die Zeise in einen Tatort“, so Jüsten. Der Tatvorwurf lautete: Karneval. Keiner durfte den Saal verlassen. Schon vor Beginn der Sitzung war die Spurensicherung im Einsatz, während die Gäste eintrafen. Fotos für die Verbrecherkartei wurden angefertigt und an der Bar die ersten Killer-Caipirinhas gemixt.

Der Besuch aus den Schwesterngemeinden St. Gregorius und St. Johann schaute gut gelaunt vorbei und hatte mehrere Gastbeiträge im Gepäck. Im Saal war es knalleng, die Stimmung stimmte von der ersten Minute an. Das Programm gestalteten Jung und Alt aus den eigenen Reihen, selbstverständlich machte aber auch Prinz Axel II. seine Aufwartung in Burtscheid. Die befreundete Stadtgarde Oecher Penn marschierte mit rund 150 Mann ein.

Schöpfungsgeschichte satirisch

Die Stimmung war auf dem Siedepunkt, als das Pastoralteam mit den beiden Pfarrer Frank Hendriks und Pfarrer Thomas Faltyn die Bühne betrat. Sie spielten die Schöpfungsgeschichte nach – mit einer Prise Satire. Gleich darauf ging Hendriks auch noch in die Bütt: „KIM“, die allgegenwärtige Kirchen-Killerin, sorgte auch dort für Gesprächsstoff. Für alle Akteure gab es einen von Ulla und Jan Keuken handgefertigten Orden in Form eines Al Capone-Hutes. Und zum großen Finale stimmen de Originale „Halleluja“ an. Ein toller Abschluss eines Abends so unterhaltsam wie ein Tatort-Krimi.

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