Aachen - Galerie Frutti dell'Arte zeigt neue Ausstellung „Terrathree“

Galerie Frutti dell'Arte zeigt neue Ausstellung „Terrathree“

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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Triptychen aus völlig unterschiedlichen Kunstansätzen: Ibrahim Elawad, Marcus Löhrer und Heinrich Hüsch zeigen ihre Werke ab 5. März in der Galerie Frutti dell‘Arte. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Manchmal ist es eine Begegnung, aus der eine lange Verbundenheit entsteht. So dauerte es bei den Künstlern Marcus Löhrer und Ibrahim Alawad genau eine halbe Stunde, bis sie vom förmlichen „Sie“ zum persönlichen „Du“ übergingen und nach einer Dreiviertelstunde standen sie am Anfang einer Freundschaft.

Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass beide gemeinsam die Galerie „Frutti dell´Arte“ leiten und sich für die erste Ausstellung dieses Jahres ein ganz besonderes Thema überlegt haben. Unter dem Titel „Terrathree“ präsentieren Alawad und Löhrer gemeinsam mit dem Gastkünstler Heinrich Hüsch ihre doch recht unterschiedlichen Kunstwerke.

Dass „Terrathree“ dabei eine tiefergehende Bedeutung hat, erzählt Marcus Löhrer: „Ich wollte eine Ausstellung machen, die die aktuellen Themen der Welt aufgreift. Ibrahim Alawad ist aus Syrien geflohen und lebt jetzt seit gut anderthalb Jahren hier in Aachen. Der Bürgerkrieg ist ein sehr aktuelles Thema, wobei es uns darum geht, Grenzen zu überwinden und die Gemeinsamkeiten zu suchen. Alle drei Künstler sind zwar in ihren Stilrichtungen unterschiedlich, aber dennoch passt das Gesamtbild.“

In der frisch renovierten Galerie werden die Arbeiten von Hüsch, Alawad und Löhrer jeweils als Triptychon gehangen, was bedeutet, dass jeweils ein Bild pro Künstler eine Art Serie darstellen. Ibrahim Alawad greift innerhalb seiner Werke viele Thematiken auf. Denn die „Wiege der Kultur“, wie er Damaskus, die Hauptstadt Syriens nennt, liefert unzählige Motivideen.

Die Anfänge der syrischen Malerei oder auch ikonenartige Ansätze finden sich in seinen Arbeiten ebenso wieder wie die Verbindung von Orient und Okzident sowie von Tradition und Moderne.

Marcus Löhrer verleiht seinen digital erschaffenen Wesen eine Seele und haucht ihnen Leben ein. Denn tatsächlich sind die gezeigten Menschen nicht real, sondern Resultat einer Computerarbeit. Ursprünglich kommt Löhrer von der Ölmalerei und zeigt sowohl ältere, als neue Werke.

Für den Gastkünstler Heinrich Hüsch ist diese Ausstellung etwas ganz Besonderes: „Anfangs habe ich mich schon gefragt, ob wir überhaupt zusammenpassen und wie wir die Zusammenarbeit in den eher kleinen Räumen der Galerie stemmen können. Aber ich finde das Ganze sehr interessant und schön, denn innerhalb der Triptychen herrscht eine Spannung, und aus der Dichte des Raumes schöpfen wir kreatives Potenzial. Wir rücken zusammen und zeigen, dass sich die verschiedenen Richtungen wunderbar verstehen. So sollte es auch im wirklichen Leben sein“, sagt Hüsch. Seine eigenen Bilder bestehen aus vielen Farbschichten, die per Rakel aufgetragen wurden.

Sowohl Porträts als auch Landschafts- und Naturmotive lassen die Vielschichtigkeit der Farben deutlich werden. Vor allem aber ist es das Gesamtbild, welches deutlich macht, dass vermeintliche Gegensätze sich perfekt ergänzen und miteinander harmonieren können.

Die Ausstellung „Terrathree“ in der Galerie „Frutti dell‘Arte“, Viktoriastraße 24, geht vom 5. bis zum 19. März. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 16 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 12 bis 17 Uhr. Vernissage: 5. März, 18 Uhr.

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