Aachen - Galaball der RWTH: Wirbelnde Kleider und glänzende Lackschuhe

Galaball der RWTH: Wirbelnde Kleider und glänzende Lackschuhe

Von: Ines Kubat
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Überzeugten mit Kraft, Körperspannung und einer guten Koordination: die Showgruppe „Akrobatik“ aus dem Hochschulsportprogramm beim Galaball der RWTH Aachen. Foto: Andreas Steindl
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Rein ins Tanzgetümmel: 900 Studenten, Professoren und Gäste feierten im Eurogress. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Alle Augen waren gespannt auf sie gerichtet, als sich Doris Klee, Prorektorin der RWTH, mit ihrem Mann zu den ersten Tönen eines langsamen Walzers an den Eröffnungstanz wagte. Doch es dauerte nicht lange, da verschwanden beide inmitten eines Meeres aus anderen Tanzbegeisterten.

Federleicht flogen die zarten Stoffe der Ballkleider umher, ab und zu blitzten die frisch polierten Anzugschuhe auf, und alles verschmolz zu einem berauschenden Wirbel aus sich drehenden Paaren. Denn im Eurogress wurde am vergangenen Samstagabend der alljährliche Galaball der RWTH gefeiert und dieser lockte rund 900 Studierende, Professoren und viele weitere Gäste. Das Event, das mittlerweile einen festen und wichtigen Bestandteil des Hochschuljahres einnehme, wie Prorektorin Klee erklärte, ist in den 80er Jahren aus den Abschlussbällen der Hochschulsport-Tanzkurse entwachsen. Seit dem Jahre 1995 findet das Großereignis jährlich statt und begeisterte auch in diesem Jahr mit einem festlichen Ambiente.

Raus aus dem Trott

Der Galaball sei in jedem Jahr eine Möglichkeit, aus dem Trott des universitären Alltags auszubrechen und ein ganz anderes Lebensgefühl auszuprobieren, findet Christian Kirch vom Sportreferat der Aachener Hochschulen. Dabei gehe es um mehr als nur tolle Roben, und schicke Anzüge, betonte Klee: Denn durch das gemeinsame Tanzen entstehe ein Gefühl von Gemeinschaft, da sich Studierende und Lehrende außerhalb der Hochschule begegnen und ganz andere, viel persönlichere Seiten voneinander kennenlernen können, freute sich die Prorektorin. Dies wurde besonders deutlich, wenn man die zahlreichen jungen Studenten gleichsam mit älteren Paaren zum schnellen Foxtrott, edlen Walzer oder der lebhaften Rumba ihr Tanzbein schwingen sah.

Sicher auf dem Parkett unterwegs

Abgesehen davon sei der Ball für viele junge Leute auch das erste gesellschaftliche Ereignis dieser Art, um zu lernen, wie man sich im wahrsten Sinn des Wortes „sicher auf dem Parkett bewegt“, so Tanja Wansel, Referentin der Öffentlichkeitsarbeit der Aachener Sparkasse. Als Hauptsponsor des Balls sei ihnen die regionale Förderung im sportlichen Bereich ein großes Anliegen, ergänzte Christian Burmester, Vorstandsmitglied der Sparkasse.

Und dass ein solcher Abend voll Glanz und Pomp offenbar alles andere als verstaubt und überholt ist, wird nicht zuletzt durch das stete Interesse an den Vorkursen deutlich: Derzeit biete der Hochschulsport 23 Kurse für Anfänger bis Semiprofis an – und diese seien größtenteils komplett ausgebucht, freute sich die ehemalige Obfrau des Gesellschaftstanz, Jette Stahl, über den ungebrochenen Zulauf.

Dafür, dass die Abende weiterhin den Zeitgeist treffen, sorgte auch das abwechslungsreiche Begleitprogramm. Denn neben der bereits bewährten „Premium Dancing Band“ um Oleg Jakushov, die für den richtigen Ton sorgte, wurde der Abend erstmals mit einer tänzerischen Darbietung der Gruppe „Poco Loco Salsa“ eingeläutet, die den lateinamerikanischen Tanz in Paarformation und mit choreographischen Elementen zeigten.

Mit Kraft, Körperspannung und einer guten Koordination begeisterte außerdem die Akrobatikgruppe der Hochschule, bevor am späten Abend schließlich das professionelle Tanzpaar Julia Janssen und Fabian Fibigs leichtfüßig an den Gästen vorbeischwebte

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