Fußgängerzone am Korneliusmarkt: Kompromiss in Sichtweite

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:

Kornelimünster. Die im September vergangenen Jahres von der Bezirksvertretung beschlossene Fußgängerzone im historischen Ortskern hat die betroffenen Anwohner der Straßen Benediktusplatz 4 bis 8 sowie Korneliusmarkt 32 bis 48 auf die Palme gebracht.

Die „schnelle Entscheidung“ wurde als „überzogen“ bezeichnet, eine Bürgerinitiative kämpfte vehement gegen den gefassten Beschluss. Ziel müsse es sein, eine vernünftige Lösung für alle Seiten zu erreichen, hatte Initiativesprecher Männ Moers im November 2013 in der Bezirksvertretung deutlich gemacht. Nun scheint ein wenig Licht am Ende des Tunnels sichtbar zu werden.

Ein neuer Vorschlag der Verwaltung zielt darauf, wonach drei gekennzeichnete Ladestellen für Autos durch Bodenmarkierungen im Pflaster gekennzeichnet und durch Freigabe in der Beschilderung erreichbar gemacht werden. So soll die vorhandene Beschilderung „Garagenzufahrt frei“ in „Garagenzufahrt und Laden in gekennzeichneten Flächen erlaubt“ abgeändert werden.

Dann ist das jederzeitige Befahren der Fußgängerzone ohne gebührenpflichtige Ausnahmegenehmigung möglich. Gleichzeitig werden die Anwohner verpflichtet, unmittelbar nach der Ladetätigkeit ihre Fahrzeuge wieder in andere Parkbereiche im historischen Ortskern abzustellen.

„Mit dem neuen Beschlussvorschlag können wir leben, aber manches ist noch verbesserungswürdig, halt ein Kompromiss“, sagte Männ Moers, Sprecher der Bürgerinitiative, gegenüber unserer Zeitung. Noch ist nicht klar, wann genau die Markierungen angebracht werden. Die Verwaltung nannte den Zeitraum März oder April.

Die Änderung kommt den Anwohnern entgegen, hatten sie doch deutlich gemacht, nicht parken zu wollen, aber zum Abladen halten zu dürfen. Jetzt votierte die Bezirksvertretung einstimmig für den neuen Verwaltungsvorschlag und sprach von einem guten Kompromiss, der dem Hauptanliegen der Anwohner entgegen komme.

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