Fußgängerzone als Automeile: Polizei stoppt Fahrer

Von: mh
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Autofahren in der Fußgängerzone: Nach vielen Beschwerden von Anwohnern hat die Polizei am Donnerstag zahlreiche Fahrer gestoppt und Verwarngelder kassiert. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Durchfahrt verboten – Lieferverkehr frei: Die „Sachlage“ ist eigentlich eindeutig an der Ursulinerstraße, seit die Verbindungsachse zwischen Buchkremerstraße und Münsterplatz beziehungsweise Hartmannstraße städtebaulich aufgepeppt und vom Blech befreit worden ist. Eigentlich.

Dennoch (oder eben drum) hat die Polizei am Donnerstag dort zahlreiche Autofahrer gestoppt, die von der Peterstraße kommend den illegalen Schleichweg über die Hartmannstraße nutzten, um den Friedrich-Wilhelm-Platz zu umfahren – der bekanntlich ebenfalls gesperrt ist. „Nach zahlreichen Beschwerden von Anwohnern haben wir dort ebenso Bußgelder verhängt wie auf dem Markt und in der Kockerellstraße“, berichtete Polizeisprecher Paul Kemen.

Zwar ist die Hartmannstraße als (verbotene) Durchgangsachse von der Ursulinerstraße Richtung Kapuzinergraben außerhalb der Lieferzeiten unpassierbar. Dafür sorgen seit langem bereits automatisch hochfahrende Poller. Auf der anderen Seite, an der Ecke Buchkremerstraße, seien die Barrieren, weil per Hand entfernbar, jedoch immer wieder „abhanden gekommen“, wie Rita Klösges vom städtischen Presseamt auf Anfrage erklärte. In der Verwaltung werde daher seit einiger Zeit erneut diskutiert, unbefugte Kfz-Piloten auch dort endgültig auszubremsen.

Zumal sich die Klagen über rücksichtlose Auto- und nicht zuletzt Fahrradfahrer in besagten Fußgängerzonen laut Kemen in jüngerer Zeit wieder gehäuft haben. Im Ganzen verteilten die Beamten so am Donnerstag innerhalb von vier Stunden 13 Verwarngelder wegen Nichtbeachtung der Durchfahrtverbote und/oder allzu rabiater Fahrweise.

In der Kockerellstraße sind Drahtesel bekanntlich ohnedies tabu. Gerade dort aber komme es immer wieder zu riskanten Konflikten zwischen Radlern und Fußgängern, so Kemen. Die Delinquenten wurden dementsprechend mit Ordnungsstrafen bis zu 20 Euro bedacht. Zwei Anzeigen wurden überdies am Elisenbrunnen gefertigt: Dort wurden zwei Rotlichtverstöße geahndet.

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