Aachen - Fußball-EM: Die ersten Platzverweise erteilt die Polizei

Fußball-EM: Die ersten Platzverweise erteilt die Polizei

Von: alp
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Bildnummer: 07246657 Datum: 18.08.2010 Copyright: imago/DeFodi Donnerstag 18.08.2010, UEFA Champions League, Saison 10/11 - in Bremen, SV Werder Bremen - UC Sampdoria Genua 3:1, Schiedsrichter zeigt rote Karte; Fussball Herren EC 1 Champions League 2010 2011 vdig xmk 2010 quer Aufmacher Symbolfoto clsvwgenu 2010/2011 UEFA Champions League Schiedsrichter referee rote Karte red card Objekte Platzverweis Detail Körperteil Arm o0 Symbol rot Platzverweis Objekte Utensil Equipment Arm Image number 07246657 date 18 08 2010 Copyright imago Thursday 18 08 2010 UEFA Champions League Season 10 11 in Bremen SV Werder Bremen UC Sampdoria Genoa 3 1 Referees shows red Card Football men EC 1 Champions League 2010 2011 Vdig xmk 2010 horizontal Highlight Symbolic image clsvwgenu 2010 2011 UEFA Champions League Referees Referee red Card Red Card Objects Course reference Detail Part of the body Poor o0 symbol Red Course reference Objects Utensil Equipment Poor

Aachen. Der erste Platzverweis in Sachen Fußball-Europameisterschaft ist schon ausgesprochen, bevor der Ball in Frankreich rollt: Über ein Dutzend meist junge Leute in der Städteregion Aachen, die in der bundesweiten Datei „Gewalttäter Sport“ erfasst sind, haben laut Polizeibericht Besuch von Beamten bekommen.

In sogenannten „Gefährderansprachen“ wurde ihnen mitgeteilt, dass man auf sie während der Europameisterschaft ein Auge wirft und dass sie sich davor hüten sollten, negativ aufzufallen.

Gleichzeitig wurde ihnen mitgeteilt, dass sie sich während der Übertragungen von EM-Spielen in bestimmten Bereichen nicht aufhalten dürfen – es sei denn, sie wohnen dort. Dann ist laut Polizei der freie Zugang zur Wohnung möglich – mehr allerdings nicht. In Aachen gilt der Platzverweis innerhalb des Grabenringes, rund um das Theater und im Pontviertel.

Die Polizei setzt darauf, dass die Fans friedlich feiern. Auch wenn es sich in einigen Bereichen sicherlich „knubbeln“ werde. Das gelte erfahrungsgemäß vor allem für die Partymeile im Schatten des Ponttores, für den Bendplatz und für das Kapuzinerkarree. Erfahrungen genug hat die Polizei bei vergangenen Europa- und Weltmeisterschaften sammeln können.

So geschehen zum Beispiel vor zwei Jahren während der Weltmeisterschaft, als es nach jeweiligen Provokationen konkurrierender Fans und auch Unbeteiligter laut Polizei „zu Randale, Körperverletzungen und anderen Straftaten gekommen war“. Mehrere sogenannte Fans musten aus dem Verkehr gezogen werden.

Schwerpunkte bei ihrer präventiven Arbeit setzt die Polizei vor allem bei den Vorrundenspielen der deutschen und der türkischen Mannschaft. Ein Einsatzfeld ist den Ordnungshütern dabei abhanden gekommen. Kickte das niederländische Team bei großen Turnieren mit, so barg das ebenfalls die Gefahr, dass rivalisierende Fangruppen sich eine handgreifliche dritte Halbzeit lieferten.

Das letztlich doch überraschende Ausscheiden der Niederlande in der EM-Qualifikation wird von der Polizei als „sportlich schade“ qualifiziert. „Aus rein polizeitaktischer Sicht wird dies natürlich anders gesehen“, heißt es dazu im Polizeibericht.

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