Für viel mehr Gerechtigkeit - und das nicht nur auf dem Fußballplatz

Von: Christoph Classen
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Der alte und der neue Vorsitzende der Juso-Schüler: Andor Schmitz (links) löst Benjamin Fadavian ab, der die Juso-Schüler wieder nach vorne gebracht hatte. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Der personelle Wechsel scheint in diesen Tagen zu den Hauptbeschäftigungsfeldern der SPD zu zählen. Auf Bundesebene lässt sich das ganz gut beobachten und auch in Aachen rückt ein „Neuer” an die Spitze.

Der heißt Andor Schmitz, ist 19 Jahre jung und wurde kürzlich einstimmig zum neuen Vorsitzenden der Juso-Schüler gewählt. Im Gegensatz zur Bundes-SPD ist der Wechsel an der Spitze der sozialdemokratischen Schülerschaft in Aachen aber nicht im mäßigen Abschneiden der Partei bei den jüngsten Wahlen begründet.

Denn Schmitz Vorgänger Benjamin Fadavian hat in diesem Jahr am Einhard-Gymnasium sein Abitur bestanden und leistet derzeit seinen Zivildienst beim Schulamt ab. Den Vorsitz abgegeben hat Fadavian, „weil ich jetzt nicht mehr so in den Themen drin stecke.”

Leicht gefallen ist ihm der Entschluss indes nicht. Was nachvollziehbar erscheint. Denn bis 2007 gab es in Aachen gar keine Juso-Schüler (mehr). Fadavian hatte sie vor zwei Jahren neu gegründet, und wie er sagt, „gegen alle Widerstände verteidigt.” Es hat sich gelohnt. Kamen anfangs nur eine handvoll Schüler zu den Juso-Sitzungen werden die Veranstaltung mittlerweile von knapp 20 jungen Menschen besucht.

„Heute sind wir einer der aktivsten Juso-Schülerverbände bundesweit”, zieht Fadavian eine stolze Bilanz und freut sich auch über eine „feste Verankerung” der Jugendorganisation in der Aachener SPD. Letzteres sei das Ergebnis eigenen Engagements. Fadavian: „Man hat ja im Wahlkampf gesehen. Das waren hauptsächlich junge Leute, die da für Ulla Schmidt und Karl Schultheis auf der Straße standen.”

Andor Schmitz übernimmt eine gut aufgestellte Jugendorganisation. Neben Politik interessiert sich der Schüler des St. Leonhard Gymnasiums für Musik und steht regelmäßig als Fußballschiedsrichter auf dem Platz. „Gerechtigkeit” nennt er denn auch eines der Ideale, deren Verwirklichung ihn antreibt.

Und die beginnt für Schmitz auch und gerade in der Schule. Das Bildungssystem müsse durchlässiger werden, nicht das Portemonnaie der Eltern dürfe für den Schulabschluss des Nachwuchses entscheidend sein. Ein Verbund verschiedener Schulformen, wie er im Ostviertel forciert wird, ist für den neuen Vorsitzenden der Juso-Schüler, der auch stellvertretender Vorsitzender der Bezirkschülervertretung sowie Schülersprecher des St-Leonhard Gymnasiums ist, allenfalls ein Schritt in die richtige Richtung, aber „nicht genug”.

Schmitz Ziel ist es jedenfalls offensiv Politik zu machen. Es könne nicht sein, „dass man sagt, man setzt sich für Schüler ein und heißt gleichzeitig Kopfnoten gut”, gibt er schon mal einen kleinen Vorgeschmack.

Fadavian sieht das ähnlich und er wird der Aachener Kommunalpolitik in der erweiterten SPD-Ratsfraktion und als Geschäftsführer der Jusos erhalten bleiben.

Den neuen Vorstand der Juso-Schüler Aachen-Stadt komplettieren: Moritz Fessler (stellvertretender Vorsitzender), Stefanie Stemmer (Geschäftsführerin), Halice Kreß-Vannahme, Dominic Gohla, Rebecca Jendgens und Tobias B. Tillmann.

Die nächste Sitzung der Juso-Schüler findet am Mittwoch, 21. Oktober, 19 Uhr, im SPD-Haus, Heinrichsallee 52, statt. Jeder Schüler ist herzlich willkommen und jeder Teilnehmer ist stimmberechtigt.

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