Walheim - Für Schulterwürfe gab es einen besonderen Lohn

Für Schulterwürfe gab es einen besonderen Lohn

Von: Max Stollenwerk
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Vorstellung des „Judo Fördervereins Walheim“: Nach den Kämpfen, die mit Sponsorengelder belohnt wurden, konnte Kirsten Jetzkus vom Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst von Hannah Brankers (rechts) eine schöne Spende entgegen nehmen (kleines Foto). Foto: Andreas Steindl

Walheim. „Wir wussten, dass viele Leute uns unterstützen wollen. Dass es in vielen Bereichen an finanziellen Dingen scheitert, war uns auch klar“, fasst Hannah Brankers, erste Vorsitzende und gleichzeitig Jugendtrainerin in der Judo-Abteilung von Hertha Walheim die Idee zusammen, einen Förderverein zu gründen.

Der Gedanke sei jedoch schon länger da gewesen beschreibt sie. Erst im September gegründet, hatte der Verein nach nicht einmal zwei Monaten bereits über 20 Mitglieder. „Sicherlich wird diese Zahl noch deutlich wachsen“, ist Brankers überzeugt. Auf der Sponsoren-Vereinsmeisterschaft ist bereits ein erfolgreicher Start gelungen und einiges an Geld zusammen gekommen.

Auf dieser haben die jungen Judoka Kämpfe bestritten und sich im Voraus im Familienkreis Sponsoren gesucht, die für jeden Kampf – unabhängig ob Sieg oder Niederlage – einen bestimmten Betrag gespendet haben. Das Geld setzt der Verein an den verschiedensten Stellen ein. Von neuen Materialien, Fahrtkosten und Startgeldern bei Turnieren, über bedürftige Familien und Flüchtlinge, die in der Judoabteilung aktiv sind, bis hin zu Ausflügen mit den Jugendlichen werde das Geld überall benötigt.

Hannah Brankers, die neben ihrem ehrenamtlichen Engagement als Vereinstrainerin als Betriebswirtin im Forschungszentrum Jülich arbeitet, plädiert dabei an das Bewusstsein und die Hilfsbereitschaft anderer Mitmenschen und die Bereitschaft, ihren Teil dazu beizutragen.

Doch das Geld wird bei weitem nicht nur für den eigenen Bedarf genutzt. Der junge Verein hat durch die erfolgreiche Sponsoren-Vereinsmeisterschaft bereits eine erste beachtliche Spende in Höhe von 500 Euro an den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst der Städteregion Aachen übergeben. „Ich bin begeistert und hätte nicht gedacht, dass so viel Geld dabei zusammenkommt“, ist Hannah Brankers sichtlich angetan von der großen Spendenbereitschaft.

Kirsten Jetzkus, Koordinatorin des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst der Städteregion Aachen, der zuständig ist für die Städteregion sowie die Kreise Heinsberg und Düren, durfte den Scheck begeistert entgegennehmen. Die Sozialarbeiterin und Krankenschwester erklärte, dass der Dienst du zwei Dritteln von Spenden getragen werde und die Arbeit dadurch erst ermöglicht werde.

„Ich finde es klasse und es berührt mich immer wieder zu sehen, wenn Kinder etwas für Kinder tun“, lobte sie die Arbeit des Fördervereins. Das Geld verwendet der Dienst dabei seit vielen Jahren für die Betreuung von Familien, deren Kinder lebensverkürzend erkrankt sind.

„Für mich gibt es nichts schöneres, als Familien, die unter erschwerten Bedingungen leben, glücklich zu machen und ihre Dankbarkeit zu sehen“, erklärte Kirsten Jetzkus, bevor der Scheck in ihre Hände überging und Hannah Brankers sich freudig wieder dem Training der jungen und motivierten Judokas zuwandte.

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