Für Reitsportreportagen reist sie um die halbe Welt

Von: Laura Laermann
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Deutsch spricht Carol Yin zwar nicht, aber einen Blick in die „Aachener Nachrichten“ wirft sie trotzdem gern. Foto: Harald Krömer

Aachen. Sie ist eine von 600 Journalisten, die beim CHIO Bericht erstatten: Wenn Carol Yin stolz ihr Magazin zeigt, versteht man aber zumindest in Aachen nicht viel. Denn die 23-Jährige aus Peking schreibt für „Horsemanship“, eines der größten Reitsportmagazine in China.

Mit einem vierköpfigen Team aus Kamerafrau, Fotografin und Redakteuren ist Yin auf dem CHIO unterwegs. Ein Reiter aus China nimmt zwar nicht am Turnier teil. Denn der Reitsport stecke in China noch in den Anfängen, sagt Yin. Doch sie glaubt daran, dass in fünf Jahren auch chinesische Athleten bei Turnieren wie dem CHIO teilnehmen könnten. „Es gibt sehr gute Reiter in China, aber es fehlen die richtigen Trainer. Die Trainingsmethoden und -bedingungen sind noch nicht so gut.“ Sie ist nicht die einzige chinesische Journalistin, die dem Reiten Bedeutung zumisst: Auch das Staatsfernsehen „China Central Television“ berichtet aus der Soers. Immer wieder hat auch der deutsche Olympiasieger im Springreiten, Ludger Beerbaum, auf das Potenzial Chinas im Reitsport hingewiesen.

Erst gestern führte Carol Yin ein Interview mit seiner Schwägerin Meredith Michaels-Beerbaum, die ebenfalls zu den Top-Springreiterinnen der Welt zählt. Für Yin sind solche Interviews mittlerweile normal, nervös ist sie dann nicht mehr. Denn in den zwei Jahren, in denen sie bereits als Redakteurin arbeitet, hat sie viel Erfahrung gesammelt. Beim CHIO schreibt sie vor allem über das Springen. Am Sonntag wird Yin über den Großen Preis von Aachen (Rolex Grand Prix) berichten.

Rolex hat Yin und ihr Team zum CHIO nach Aachen eingeladen, sonst wäre die Reise vermutlich nicht möglich gewesen. Für Yin ist das ihr zweiter Besuch in Europa. In der Schweiz berichtete sie bereits beim CHI Genf.

Von Aachen selbst hat die junge Chinesin bisher wenig gesehen, doch das möchte sie in den nächsten Tagen ändern. Gegen ein Wiedersehen mit dem CHIO hätte sie nichts: „Die Veranstaltung ist sehr gut organisiert, sowohl für Reiter und Medien als auch Zuschauer.“

Nicht nur in Deutschland ist eine so junge Journalistin, die international berichtet, ungewöhnlich. Auch in China gilt die 23-jährige Yin als Ausnahme. Sie hat in Peking an der Sportuniversität studiert, spricht sehr gutes Englisch und kennt sich vor allem im Reitsport aus – nach der Woche in Aachen mit Sicherheit noch ein bisschen besser.

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