Aachen - Für mehr Sicherheit: Poller vor der Synagoge kommen

Für mehr Sicherheit: Poller vor der Synagoge kommen

Von: kaa
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Aachen. Für Diskussionen sorgte in den vergangenen Wochen der Neu- und Umbau der vierten Gesamtschule an der Sandkaulstraße. Die Kosten fallen deutlich höher aus als eine ursprüngliche Kostenschätzung ergab. Klaus Schavan, technischer Betriebsleiter des Gebäudemanagements der Stadt, hatte dafür bereits Ende Juni im Schulausschuss heftige Kritik einstecken müssen.

In der Sitzung des Planungsausschusses legte er noch einmal dar, wie die Kosten entstanden sind. Nach der Auslobung des Entwurfs des Münsteraner Architekturbüros Kresing hatte eine erste Kostenschätzung rund 16 Millionen Euro ergeben. Nicht eingerechnet wurden die substanziellen Mängel des bestehenden Baubestands der David-Hansemann-Schule sowie die Teuerungsrate durch Inflation. Eine weitere Kostenschätzung für einen umgeplanten Entwurf mit weniger Bruttogeschossfläche für den Neubau ergab dann eine Kostenschätzung von 13,85 Millionen Euro. Inzwischen liegen die geschätzten Kosten aufgrund der aufwendigeren Sanierung der vorhandenen Bausubstanz bei gut 15 Millionen Euro. Schavan betonte: „Wir bauen hier keinen Porsche, sondern einen guten Golf.“

In der jetzigen Phase der Bauplanung habe man 80 Prozent Planungssicherheit in Bezug auf die Kosten erreicht. Eine hundertprozentige Sicherheit könne aber niemand garantieren. Schavan verteidigte darüber hinaus die viel kritisierte Ziegelfassade. „Wir haben hier einen innerstädtischen Bau und sehr alten Baumbestand.“ Eine vergleichsweise kostengünstigere Lösung durch ein Wärmeverbundsystem sei anfälliger für Veralgung und Vergrünung. Dieses Argument konnten weder Norbert Plum noch Claus Haase (beide SPD) wirklich nachvollziehen. Maike Schlick (CDU) hingegen lobte die Ehrlichkeit der Kostenberechnung. Zur Fassade merkte sie an: „Wenn wir 100 Meter weiter ein Hotel mit Hochglanzfassade bauen, sollte die Schule auch ins Stadtbild passen.“ Die Entwurfsplanung und Kostenberechnung wurde dem Vorschlag entsprechend einstimmig „zustimmend zur Kenntnis“ genommen – will heißen, der Bau wird wie geplant umgesetzt. Das wurde beschlossen. Die Mehrkosten sollen an anderer Stelle im Haushalt 2014 eingespart werden.

Kaum diskutiert wurde der Beschluss der Sicherung der Synagoge durch Sicherheitspoller. Das Konzept sieht vor, den öffentlichen Platz vor der Synagoge mit insgesamt 43 Sicherheitspollern zu versehen. Jeweils zwei absenkbare Poller zur Promenadenstraße und zur Schumacherstraße sollen Anliegern die Durchfahrt ermöglichen.

Die Verwaltung wurde erneut gebeten, ob die Baukosten in Höhe von 145 000 Euro bezuschusst werden könnten. Der Beschluss, die Sicherheitspoller am Synagogenplatz einzurichten, wurde einstimmig gefasst.

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