Aachen - Für Karl den Kleinen geht’s um die Printe

Für Karl den Kleinen geht’s um die Printe

Von: Carolin Cremer-Kruff
Letzte Aktualisierung:
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„Die Printe des Teufels“: Alfred Neuwald hat den vierten Band der Comic-Reihe Karl der Kleine veröffentlicht. Der spielt im 17. Jahrhundert und hat viele historische Bezüge, aber auch Anspielungen auf die Gegenwart. Foto: Andreas Herrmann
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So findet sich auch der aktuelle OB Marcel Philipp im neuen Band von Karl der Kleine auch wieder. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Fünfeinhalb Jahre ist Karl der Kleine nun schon alt. Und ja: Man kann sagen, dass ihm seit seinem ersten Auftritt in einem Comicstrip das Kunststück gelungen ist, zumindest annährend so bekannt zu werden wie sein historisch verankertes Alter Ego „Karl der Große“.

Seinen Promistatus dürfte der fiktive Mini-Kaiser nun noch ein bisschen mehr ausbauen. Denn jetzt steht der neueste Band rund um die beliebte Comicfigur in den Regalen der Buchläden – dieses Mal sogar deutschlandweit.

In dem nunmehr vierten Band, der den Titel „Die Printe des Teufels“ trägt, erlebt Karl der Kleine sein bislang wohl aufregendstes Abenteuer in der Kaiserstadt. Dafür wird er mitten ins 17. Jahrhundert katapultiert. Eingefleischte Aachener riechen bei diesen Stichworten natürlich sofort Lunte und fühlen sich an die „Sage von den Aachener Printen“ erinnert. Und tatsächlich: Ähnlichkeiten sind durchaus vorhanden.

Nicht nur ein verschollenes Printenrezept spielt in der Comic-Version eine Rolle, auch der Teufel treibt als „Seelenfänger“ sein Unwesen. Der große Aachener Stadtbrand ist ein Thema, und das Bahkauv wurde mit einem Gastauftritt bedacht. Und dennoch hat Illustrator Alfred Neuwald als Schöpfer von Karl dem Kleinen etwas Neues geschaffen: Es ist ihm nicht nur gelungen, die Sage in das Genre des Comics zu überführen, sondern auch die ursprüngliche Geschichte mit anderen Aspekten und Wendungen auszustatten – garniert mit jeder Menge Humor.

Erst mit dem Stift, dann am PC

Ein Jahr lang hat Alfred Neuwald – besser bekannt unter seinem Künstlernamen Neufred – an dem neuen Band „gebastelt“. Eigentlich hatte er eine kleinere Geschichte vorgesehen. Als er jedoch im Rahmen seiner Recherchen im Stadtarchiv auf eine Broschüre stieß, die den Aachener Stadtbrand im Jahr 1656 behandelt, war die Idee für den neuen Band geboren. „Auch dieses Mal hat die Erstellung riesigen Spaß gemacht, wobei ich erneut viel Neues über meine Wahlheimat erfahren habe“, so Neuwald. Zunächst griff der gebürtige Hamburger bei seinen Entwürfen ganz klassisch zum Zeichenstift. Anschließend wurden die kleinen Kunstwerke eingescannt und digital am Bildschirm weiterbearbeitet. Auch der Text stammt aus seiner Feder. Auf diese Weise ist nicht nur eine witzige Story mit stadthistorischen Bezügen entstanden, sondern auch ein einmaliges Zeichenwerk mit viel Liebe zum Detail und aktuellen Bezügen.

So staunte Oberbürgermeister Marcel Philipp nicht schlecht, als er sich bei der offiziellen Buchpräsentation in dem Werk als Comicfigur wiederfand. Denn auch er outete sich als großer Fan der Reihe: „Mit Karl dem Kleinen wird unsere Stadtgeschichte kunstvoll und anschaulich in Szene gesetzt. So entsteht auch in diesem Band eine spannende Zeitreise für Groß und Klein.“ Und wenn es nach Neuwald geht, wird dies nicht das letzte Abenteuer gewesen sein, das Karl der Kleine bestreitet.

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