Für diese Kids ist klar: Tanzen ist mehr als Hip-Hop-Rhythmus

Von: Svenja Pesch
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Vorbereitung für „Dance 4 Pänz“: In der VHS bereitete sich auch „Jutac“ auf die Veranstaltung vor. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. So langsam steigt die Aufregung. Nur noch wenige Tage, und der große Tag, auf den sie alle hingearbeitet haben, ist da. Die Tanzlehrerinnen Yvonne Eibig und Fatima Niza gehen mit den Acht- bis Zwölfjährigen nochmal alle Schritte ihrer Choreografie, die unter dem Motto „Komfortzone“ steht, durch.

Die Kinder des freien Jugendensembles „Jutac“ kennen das Stück fast im Schlaf.

Den Blick vom Handy lösen

Aber egal, damit bei der Premiere von „Dance for Pänz“ am 13. Juni wirklich nichts schief geht, gehen sie in ihre Anfangsposition zurück. Inhaltlich stehen bei der „Komfortzone“ all die Dinge im Mittelpunkt, die man nicht gerne macht oder viel lieber macht.

Die Bandbreite reicht vom nicht aufstehen wollen über nicht alleine auf der Bühne stehen wollen bis hin zu den ganzen Tag am Handy sein wollen. Doch während sich manch einer nur mit dem Smartphone beschäftigt, verpasst er das, was um ihn herum passiert.

Die bunten Kreidebilder, die andere Kinder an die Wand malen, stehen im absoluten Kontrast zu der digitalen Welt. Die Frage ist, raus zu den anderen Kindern oder doch alleine vorm Bildschirm sitzen? „Wir proben mit den Kindern insgesamt acht Szenen, bei denen sie zwar den gleichen Ausgangspunkt haben, aber von dort aus in verschiedene Bewegungen übergehen“, erzählt Yvonne Eibig.

Da alle „Jutac“-Mitglieder schon Tanzerfahrung haben, wissen ihre Trainerinnen, dass sowohl die Improvisation als auch die Intuition für den Moment kein Problem sind. Viele Stunden haben sie schon geprobt, unzählige Male Eibigs Schritte vor dem Spiegel mitverfolgt und mindestens genauso oft einfach losgelacht.

Denn die Stimmung ist bei den tanzbegeisterten Kindern so gut, dass jeder mitgerissen wird. Und weiß man einmal nicht weiter, so helfen die anderen sofort und im Nu ist man wieder mitten drin in der Choreografie.

Premiere am 13. Juni

Überhaupt haben die teilnehmenden Gruppen und Schulen des „Dance for Pänz“-Festivals gezeigt, dass Tanzen viel mehr ist, als das, was in irgendwelchen Hip-Hop Videos zu sehen ist. Vielmehr geht es darum, ein Körpergefühl zu entwickeln, neue Schritte auszuprobieren und sich von der Musik tragen zu lassen.

Denn wie heißt es so schön? „Tanzen ist träumen mit den Beinen.“ „Dance for Pänz“ feiert am Mittwoch, 13 Juni, ab 10.30 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche Premiere.

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