Aachen - Für die Wabe gibt es weiter reichlich zu tun

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Für die Wabe gibt es weiter reichlich zu tun

Von: Marie Eckert
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Bündeln die sozialen Aktivitäten in zahlreichen Bereichen – und sind weiter auf Wachstumskurs: Die Vorstandsmitglieder des Vereins Wabe mit Geschäftsführer Alois Poquett (3. v.l.) engagieren sich mit mittlerweile 281 Mitarbeitern in unterschiedlichsten Projekten. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Über 280 Mitarbeiter, vier große Bereiche und immer mehr Angebote: Der Verein Wabe ist inzwischen eine Institution rund um Aachen. Seit mehr als 30 Jahren berät und betreut der Verein als Einrichtung der Diakonie Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, die in soziale Schwierigkeiten geraten sind.

Nun hat die gemeinnützige Einrichtung das Jahr 2016 Revue passieren lassen und konnte dabei feststellen: Es gibt noch viel zu tun.

Das zeigen sowohl die Anzahl neuer Projekte als auch die Mitarbeiterzahlen, die 2016 um rund 30 Prozent gestiegen sind. So hat sich die Wabe aktiv am Bundesprogramm für Langzeitarbeitslose und Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt beteiligt, eine neue Wohngruppe für geflüchtete Mädchen geschaffen, zwei neue Ausbildungsberufe zu den nun insgesamt elf verschiedenen hinzugefügt und den handwerklichen Bereich ausgebaut. Möglich war das unter anderem durch eine deutlich höhere Spendensumme als in früheren Jahren.

Wohnen, Arbeiten, Beraten – die Anfangsbuchstaben des Vereins stehen zugleich für das Grundkonzept. Haftentlassene, wohnungslose, langzeitarbeitslose, behinderte und kranke Menschen finden im Verein Hilfe bei den Beratungsstellen oder den Arbeits- und Wohnprojekten. Außerdem gibt es drei Tochterbereiche: Wabe Akazia, VIA Integration und „Lernen Fördern“.

Bei Wabe Akazia steht die Jugendhilfe im Mittelpunkt, dort gibt etwa eine Einrichtung für Mädchen mit sozialen Problemen und in Kooperation mit der Uniklinik für Mädchen mit Essstörungen und eben die Wohngruppe für geflüchtete Mädchen. Insgesamt gibt es 37 stationäre Plätze für Mädchen, dazu bietet die Wabe Akazia außerdem ambulante Betreuung in der eigenen Wohnung an. Ebenfalls zum Angebot dazu gehört die Kleine Offene Tür in der Talbotstraße – ein niederschwelliges Angebot, bei dem täglich Kinder und Jugendliche betreut werden.

Bei der VIA Integration steht die Arbeit von und mit Menschen mit Behinderung im Mittelpunkt. Auf dem Gut Hebscheid wird Gemüse angebaut, das im eigenen Bio-Laden in Aachen und in der Grünen Kiste verkauft wird. Ebenso gibt’s eine Küche und Catering auf Hebscheid und auch das Theatercafé „KostBar“ wird von VIA Integration betreut, das nebenbei der größte Ausbildungsbetrieb für Gemüseanbau in ganz NRW ist.

Bei Lernen Fördern bekommen diejenigen einen Arbeitsplatz, die sonst kaum Chancen darauf haben. So gibt es unter anderem einen Elektro- und Maler-Meisterbetrieb – bei denen übrigens seit vergangenem Jahr ebenfalls ausgebildet wird. 22 Azubis lernen im Moment in der Wabe, 12 davon sind schwerbehindert.

„Trotz günstiger Entwicklungen am Arbeitsmarkt bleiben wir gefordert“, betonte Dr. Thomas Griese vom Aufsichtsrat der Wabe. Alois Poquett, Vorsitzender der Wabe, fügte hinzu: „Wir haben 2016 mit unserem Verein sehr viel erreichen können – wegen inzwischen 281 sehr engagierten Mitarbeitern.“ Aber: Auch in 2017 gibt es nach wie vor viel zu tun.

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