Kita Eibenweg: Förderung durch den Bund wird schwierig

Für die Kitas werden jetzt Millionen fällig

Von: Kathrin Albrecht
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Haaren. Bei der letzten Sitzung der Bezirksvertretung Haaren in diesem Jahr nutzten die Vertreter die Gelegenheit, bei einigen Projekten nachzuhaken. Zum Beispiel im Fall der geplanten Sanierung der Kita Eibenweg.

Einiges kommt da zusammen. Dringend sanierungsbedürftig sind Dach, Fassade und Fenster. Im Mai hatte der Leiter des städtischen Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule, Heinrich Brötz, der Bezirksvertretung mitgeteilt, dass die Stadt die Sanierung der Kita beschlossen habe, und die nächsten Schritte vorgestellt, die die Bereitstellung der Planungsgelder und einen Planungsauftrag beinhalteten.

Schwierig, so Brötz damals, werde es mit der Beschaffung der Mittel, denn für reine Sanierungen könne die Stadt keine Fördermittel des Bundes verwenden. Der Kinder- und Jugendausschuss hatte Ende Mai den Planungsauftrag für die Kita-Sanierung erteilt. In einem Antrag vom 20. Oktober stellten die Grünen fest, dass sich seitdem anscheinend wenig getan habe, und baten um Information.

Maximal 500.000 Euro im Topf

Nach wie vor sei die Mitteleinwerbung schwierig, gab Brötz erneut zu bedenken, allerdings sei es neuerdings möglich, Bundesmittel zur Sanierung zu beantragen, wenn auch zu schlechten Bedingungen. Maximal 500 000 Euro könnten über dieses Programm einmalig abgerufen werden, die restlichen Mittel müsste die Stadt selbst aufbringen. Bei der Sanierung der Kita, die nach Schätzungen 1,5 Millionen Euro kosten würde, müsste die Stadt also mit einer Million Euro in Eigenleistung gehen.

Die Fördermittel könnten ab 2018 beantragt werden und stünden sicher für den Haushalt 2019 zur Verfügung. Auf die gesamte Stadt gesehen, sei die Kita Eibenweg kein Einzelfall. „Viele Kita-Gebäude wurden in den 70er Jahren gebaut und kommen jetzt in die Sanierungsbedürftigkeit“, konstatierte Brötz.

Start Ende 2018 vorgesehen

Auch das Gebäude der Kita Eibenweg stammt aus dieser Zeit. „Seitdem ist daran auch nichts mehr gemacht worden“, räumte Bezirksbürgermeister Ferdinand Corsten ein. Die Kita betreut derzeit 75 Kinder von vier Monaten bis zur Einschulung. Für die Sanierung sieht der Fahrplan jetzt folgendermaßen aus: Am 20. Februar wolle der Kinder- und Jugendausschuss endgültig entscheiden, ob die Bundesfördermittel beantragt werden, das Planungsverfahren wäre bis April abgeschlossen. Ende 2018 könnte mit der Sanierung begonnen werden.

Neben der Kita Eibenweg gibt es vier weitere Kitas im Bezirk Haaren, der Erhalt des Standortes wäre für die ausreichende Versorgung mit Kita-Plätzen wichtig. Geplant ist außerdem ein Kita-Neubau im Bebauungsgebiet „Haaren Mitte/Stadthäuser“.

Etwas Bewegung gekommen ist auch in die Planungen zum Bahntrassenradweg Aachen-Jülich. Vor anderthalb Jahren hatten die Bezirksvertreter zuletzt die Routenführung diskutiert und eine Brücke über den Wurmbach vorgeschlagen, um Konflikte mit Fußgängern auf dem Benno-Levy-Weg zu vermeiden. Die aktuellen Planungen sind diesem Vorschlag gefolgt. Die Planungen zur Strecke sollen voraussichtlich Anfang 2018 in die Bezirksvertretungen gegeben werden. Ende 2018 könnten die Bauarbeiten an der Radstrecke beginnen.

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