Für die „Generation Gold“ wird aufs Gas gedrückt

Von: Birgit Broecheler
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„Buswerbung Perspektive 50plus“: Jürgen Schönen, Stefan Graaf, Dieter Begaß und Marlies Kolley-Mohnen (von links) haben die Kampagne am Donnerstag vorgestellt. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Für Ältere auf Tour in der Region“ – unter diesem Motto steht die neue Buswerbung der „Perspektive 50plus Region Aachen/Duisburg“. Sechs Monate lang wollen Stadt und Jobcenter auf einem Aseag-Bus für den Beschäftigungspakt, der seit 2005 bundesweit Menschen ab 50 Jahren bei ihrem Wiedereintritt in den Arbeitsmarkt unterstützt, werben.

„Mit der Werbung wollen wir sowohl auf den Fachkräftemangel als auch auf den demografischen Wandel in der Region reagieren“, erklärte Koordinatorin Marlies Kolley-Mohnen bei der Vorstellung der Aktion.

„Ältere Menschen sind häufiger von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen als jüngere“, sagt Stefan Graaf, Geschäftsführer des Jobcenters der Städteregion Aachen. „Aber sie haben viel Erfahrung und wertvolles Wissen. Das muss der Arbeitsmarkt schätzen lernen.“

Dass die Region die „Generation Gold“ dringend braucht, ist für Dieter Begaß, Fachbereichsleiter Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen, klar. „Es gibt Unternehmen, die 100 Stellen und mehr unbesetzt haben und seit über zwei Jahren nach geeigneten Leuten suchen.“ Leider stellten bundesweit 35 Prozent aller Unternehmen keine Arbeitnehmer über 50 Jahren ein, auch weil sie glaubten, nicht vom Fachkräftemangel betroffen zu sein. „Da gilt es wachzurütteln“, sagt Begaß.

Betroffen von Arbeitslosigkeit in der Generation 50plus sind sowohl Akademiker als auch Fachkräfte. Aber: „Dreiviertel der Arbeitssuchenden hat keine abgeschlossene Berufsausbildung“, räumt Pakt-Koordinatorin Kolley-Mohnen ein.

Das Programm umfasse aber nicht nur die Vermittlung von Kräften, sondern auch deren Weiterqualifizierung und berufliche Umorientierung sowie Bewerbungstrainings, wie Kolley-Mohnen betonte. Gefördert wird das Programm noch bis Ende 2015.

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