Aachen - Für die EM: Schieflage im Stadion geht es an den Kragen

Für die EM: Schieflage im Stadion geht es an den Kragen

Von: sh
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In der Soers regiert derzeit braun statt grün: Die komplette Grasschicht ist nach dem CHIO abgetragen worden und wird in Kürze neu eingesät. Foto: Andreas Steindl
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Die Pflöcke sind eingeschlagen: Im Hauptstadion finden bei der Europameisterschaft auch die Dressurwettbewerbe statt. Erste Arbeiten zur Errichtung des Vierecks laufen bereits. Foto: Andreas Steindl
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Frank Kemperman im Hauptstadion: Schritt für Schritt wird die Arena derzeit bereits fit für die EM gemacht. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Schieflage in der Soers: Was beim alljährlichen CHIO-Ansturm weder Ross noch (Spring-)Reiter, geschweige denn die Besucher stört, wird in diesen Tagen im wahrsten Sinne des Wortes geradegerückt.

Erst wenige Wochen ist das Weltfest des Pferdesports Vergangenheit, da laufen auf dem Gelände des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV) bereits die Vorbereitungen für die Reit-EM im kommenden Jahr auf Hochtouren. Und da haben die Organisatoren um ALRV-Vorstandsvorsitzenden Frank Kemperman vor allem ganz besondere anderthalb Meter im Hauptstadion im Blick.

150 Zentimeter Unterschied

Denn um besagte 150 Zentimeter fällt die gigantische Pferdearena von der Ecke Reitertribüne/AachenMünchener Straße in nordwestliche Richtung ab. „Für die Springreiter während des CHIO ist dieser Höhenunterschied überhaupt kein Problem“, erklärt Kemperman. Was für das menschliche Auge gar nicht zu sehen ist, wird nun (zumindest in Teilen) ins Lot gebracht. Denn zur Europameisterschaft finden – wie bereits zur Reit-WM 2006 – die Dressurprüfungen im rund 40.000 Zuschauer fassenden Hauptstadion statt. Und für Totilas und Co. ist eine absolut waagerechte Fläche im Viereck Voraussetzung, um die Vorführungen präzise auf den Platz bringen zu können.

So präsentiert sich das 18.000 Quadratmeter große Rund derzeit in ungewohntem Braun statt Grün. Die komplette Rasenschicht ist nach dem Turnier Mitte Juli abgetragen worden. In der Stadionmitte sind bereits die Pflöcke eingeschlagen, die das Dressurviereck markieren und wo der Höhenangleich erfolgen muss. „Das bedeutet auch, dass einige Natur-Hindernisse weggenommen werden“, sagt Kemperman. Anschließend wird rund ums Viereck der komplette Rasen neu gesät.

Somit präsentiert sich das imposante Reitstadion bereits zum traditionellen Großen Preis von Aachen, der trotz des Großereignisses am letzten Maiwochenende 2015 ausgesprungen wird, samt Dressurviereck. „Kein Problem“, wie Kemperman versichert. Der Parcours für die Springreiter werde drum herum aufgebaut – so wie dann ab dem 11. August kommenden Jahres zu den Europameisterschaften auch.

Im September, so hoffen die Verantwortlichen, soll soweit alles fertig sein in der Soers. Auf großes Interesse war bereits in der vergangenen Woche die Verschenk-Aktion der Sitzschalen gestoßen. Auf den Tribünen beginnen nun ebenfalls kleinere Sanierungsarbeiten, bevor anschließend die neuen, komfortableren Sitze auf AachenMünchener- und Reitertribüne installiert werden.

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