Für die Domsingschule geht es jetzt zurück in die Zukunft

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Anschauungsunterricht: Die Domsingschule präsentierte sich – wie hier Lehrerin Judith Napierala mit ihrer Klasse 1a – beim Tag der offenen Tür. Viele Infos gibt es auch auf der neuen Homepage. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die Schülerinnen und Schüler sind wieder angekommen. In der Gegenwart. Waren sie noch im Mai im eigens für sie geschriebenen Musical „Kaiser Karls Lausbuben“ 1200 Jahre in die Vergangenheit gereist, um ihre „Kollegen“ an der von Karl gegründeten Schola Palatina – sozusagen der Vorgängerin der Domsingschule – zu besuchen, so werden nun die Weichen in Richtung Zukunft gestellt.

Nach einem Jahr mit vielen aufregenden Auftritten – darunter jener bei der Ordenssitzung „Wider den tierischen Ernst“, wo man den Zentis-Kinderkarnevalspreis erhielt – geht es dieses Jahr unter anderem um moderne Formen der Außendarstellung, wie Schulleiterin Irma Wüller am Rande des diesjährigen „Tags der offenen Tür“ berichtete.

Der Hintergrund dessen ist klar: Die Zahl der Kinder in Aachen sinkt den aktuellen Statistiken zufolge recht deutlich. Was bedeutet, dass es auch weniger Grundschüler geben wird. Im Gegensatz zu städtischen Grundschulen mit einem mehr oder weniger festen Einzugsgebiet, heißt es für die private katholische Domsingschule, die in Trägerschaft des Domkapitels steht, deshalb:

Die Qualitäten und Alleinstellungsmerkmale noch deutlicher und offensiver herausstellen. Schließlich soll die Schule am Katschhof auch in den kommenden Jahren stabil zweizügig bleiben. Aktuell besuchen 168 Jungen und Mädchen die Schule.

Unter anderem will man die Eltern auf verschiedenen Wegen umfangreich über die Angebote informieren. Das geschieht auf „klassischem“ Weg, wie etwa mit dem „Tag der offenen Tür“ oder auch dem Informationsabend, der am kommenden Montag um 20 Uhr in der Aula der Schule stattfindet. Das geschieht auch über Mund-zu-Mund-Propaganda, bei der die Eltern der heutigen Domsingschüler die Hauptrolle spielen und die Vorzüge weitererzählen.

Das geschieht aber auch mit einem neuen Internetauftritt, der von der Aachener Agentur „Power + Radach“ gestaltet wurde. Er ist gerade online gegangen. Erstmals hat die Schule nun auch eine eigene Internetadresse. Unter www.domsingschule-aachen.de gibt es viele Details zum Beispiel zur einzigartigen musikalischen und zur religiösen Erziehung. Auf beides wird an der Domsingschule traditionell viel Wert gelegt. „Dabei gilt es aber auch, immer noch verbreitete Vorurteile über unsere Schule abzubauen“, sagt Irma Wüller. Von einem „angestaubten“ Selbstverständnis könne nämlich keine Rede sein. Vielmehr setze man auf modernste Lern- und Lehrmethoden und -inhalte.

Auch solchen Missverständnissen, dass man an dieser Privatschule „Schulgeld“ bezahlen müsse, tritt man offensiv entgegen: „Das ist Unsinn. Zu 94 Prozent werden wir von der Bezirksregierung bezuschusst“, so die Schulleiterin. Dass man sich die eine oder andere Besonderheit leisten kann, dafür sorgt dann auch das Domkapitel.

Völlig kostenlos ist dabei eine Besonderheit, die beim Tag der offenen Tür wie von allen Schülerinnen und Schülern vorgeführt wurde und an jedem Schultag eine feste Größe ist: das morgendliche Einsingen in der Aula, das für den richtigen Einstieg in den Tag sorgt und sich bei den Kindern sichtlich großer Beliebtheit erfreut.

Apropos singen: Fortgesetzt wird natürlich das soziale Engagement etwa in Form der „Kenger vajjen Beverau“, die im Karneval zugunsten der „Nele- und Hanns-Bittmann-Stiftung“ unterwegs sind, die ihrerseits Kindern in Not hilft. Ob das Karlsmusical bald noch einmal aufgeführt wird – wie es der vielfache Wunsch ist – steht noch in den Sternen, erzählt Irma Wüller.

Vielleicht werde es auch irgendwann ein neues Musical geben, schließlich habe Lehrer Fabian Lutz ein solches geschrieben. Auch das ist allerdings noch Zukunftsmusik. Im Gegensatz zu dem Weg, den die Domsingschule eingeschlagen hat – zurück in die Zukunft eben.

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