Aachen - Für den Pokal wird noch mal der grüne Teppich ausgerollt

Für den Pokal wird noch mal der grüne Teppich ausgerollt

Von: Hans-Peter Leisten
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Trittsicherheit vor dem Tor: An einigen Stellen wurde für die Pokalpartie gegen Mainz der Rasen ausgetauscht. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die Spannung hätte ein professioneller Regisseur nicht besser erzeugen können: Zweitligist Alemannia legt in Bochum eine saubere Leistung hin, und Mainz 05 springt passgenau wieder an die Tabellenspitze der 1. Liga.

Man darf getrost von einem echten Pokalknüller sprechen, wenn am Mittwoch um 19 Uhr die Mainzer Überraschungskicker gegen die Aachener Spaßmacher antreten. Eine perfekte Konstellation für die Pokal-Premiere im neuen Tivoli.

Das Stadion ist in pokalgemäße Verfassung gebracht. Dazu gehört zum Beispiel die Neutralisierung der bisherigen Werbebanden durch DFB-Grün, denn sowohl die Werbung rund ums Spielfeld als auch auf den Tribünen muss verschwinden. Der DFB-Pokal wird zentral vermarktet, und da hat die Alemannia nichts zu bestellen.

Die Marketingabteilung war in dem Fall nur ausführendes Organ. Auch am Platz selbst musste Hand angelegt werden: Vor dem Wochenende wurde vor allem im Bereich vor den Stehrängen neuer Rollrasen verlegt, um für Standsicherheit zu sorgen.

In jedem Fall ist der zweitbeste Zuschauerzuspruch seit der misslungenen Stadion-Premiere gegen St. Pauli am 17. August 2009 sicher, als zum ersten und bislang einzigen Mal „ausverkauft” gemeldet wurde. Im legendären Pokaljahr 2003/04 mit Finalteilnahme war der alte Tivoli mit jeweils 20.400 Zuschauern gegen Bayern und Mönchengladbach ausgebucht.

Vor einem knappen Vierteljahrhundert zählten die Kassierer 26.354 Zuschauer, als die Gladbacher mit 2:0 gewannen. Diese Zahl soll in jedem Fall geknackt werden, der Vorverkauf lief entsprechend. Noch gibt es Karten.

Aseag und Polizei haben den Mittwochabend in jedem Fall rot im Arbeitsplan angekreuzt, denn auch für sie wird die Partie eine logistische Herausforderung. „Wir werden in jedem Fall deutlich mehr Kräfte einsetzen als sonst, vergleichbar dem Spiel gegen St. Pauli”, bestätigt Pressesprecher Paul Kemen.

Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen müsse man aber nicht treffen, da die Fangruppen keine Ressentiments hegten. Der erhöhte Verkehr wird die Sicherheitskräfte aber auf Trab halten, und Kemen sagt auch: „Es wird garantiert zu Beeinträchtigungen kommen. Das ist unvermeidlich, aber wenn man so ein Spiel geboten bekommt, muss man das vielleicht in Kauf nehmen.”

Oder auf den Bus umsteigen, denn die Aseag verstärkt ihr Linienangebot mit Sonderbussen. Aus dem Stadtgebiet, vom Bahnhof und ab dem Bushof ist der City-Shuttle in Richtung Sportpark Soers unterwegs und als solcher ausgewiesen. Auch nach dem Spiel werden zusätzliche Gelenkbusse ab 20.30 Uhr für den Rücktransport eingesetzt.

Die Fans werden nach bewährtem Muster auseinander gehalten. Frank Trautwein, Fan-Beauftragter des Bundesliga-Spitzenreiters, blickt der Partie gelassen entgegen: „Mir ist nichts von Feindseligkeiten bekannt. Wir freuen uns auf das Spiel.”

Auf ein „Geschäft” wollte er sich dann aber doch nicht einlassen: Ganz Aachen hält den Mainzern die Daumen in der Meisterschaft - und die Alemannia zieht dafür in die nächste Pokalrunde ein.
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