Für das gemeinsame Ziel geben die Sportler alles

Von: Robert Flader
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Sport und soziales Engagement im Gleichschritt: Beim Solidaritätslauf für Arbeitslosenprojekte machten sich 850 Aachener auf den Weg. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Gaby Bügler und Annett Foermer wissen, wo es lang geht. Und das nicht nur im übertragenen Sinne. Die beiden Damen von den Mobilen Sozialen Diensten in Eilendorf verteilen am Wahlsonntag vor dem Rathaus fleißig Stempel - wohinter sich allerdings keinerlei politische Absicht verbirgt.

Nein, Bundestagskandidaten und Parteien wollen sie nicht unterstützen. An den beiden muss vielmehr jeder der rund 850 Läufer des diesjährigen „Solidaritätslaufs für Menschen ohne Arbeit” vorbei, bevor er in eine neue, rund einen Kilometer lange Runde zwischen Dom und Rathaus gelassen wird.

Die Stempelschleuse ist fest in ihren Händen. „Ganz schön stressig” sei das, wenn pausenlos Leute auf einen zulaufen und abgestempelt werden müssen, kann sich Bügler aber gemäß der Devise Je mehr, desto besser ein Schmunzeln nicht verkneifen. „Doch die Anstrengung lohnt sich allemal.”

Seit drei Jahren ist sie nun schon mit insgesamt fünf Kolleginnen als Stempelfee sprichwörtlich am Start und sorgt so mit dafür, dass reichlich Spendengelder fließen. Davon gab es auch bei der vierten Auflage des Solidaritätslaufs reichlich.

Vielleicht sogar mehr, als die im letzten Jahr „eingelaufenen” 23.000 Euro. Egal ob Schulen, soziale Einrichtungen, Hobby-Sportler oder einfach nur passionierte Spender, jeder konnte mitmachen und auf diese Weise Arbeitslosenprojekte in Aachen und der Region unterstützen.

Hunderte Zuschauer sorgten vor allem auf dem Markt zusätzlich für eine Gänsehautatmosphäre und trieben die Läufer immer wieder in neue Runden.

So wie Anne Hollstein und Carolin Funda. Die Betreuerinnen von Maria im Tann legen sich für ihre kleinen und großen Teilnehmer ganz besonders ins Zeug: „Go Timo! Go Pablo! Go Melanie!” schallt es den 50 Startern des Kinderheimes nicht nur einmal entgegen.

Helfen ein schönes Gefühl

Runde um Runde feuern sie die Nachwuchsathleten mit ihren Rasseln lautstark an. Klar, dass bei dieser Unterstützung jeder alles gibt. Ging es schließlich um bares Geld, um erwerbslosen Menschen durch verschiedene Programme die Möglichkeit zu geben, in den ersten Arbeitsmarkt (re-)integriert zu werden.

„Unsere Kinder sehen hier, was in ihnen steckt”, erzählt Stefan Küpper, Leiter von Maria im Tann, während er sein Team beobachtet. „Anderen zu helfen ist ein viel schöneres Gefühl, als Hilfe zu bekommen.”

Gaby Bügler und Annett Foermer stehen auch nach 90 Minuten noch auf der Start/Ziel-Geraden und verteilen fleißig Stempel. Die Arbeit nimmt kein Ende, hunderte Läufer kriegen einfach nicht genug. Und das ist für den Solidaritätslauf das beste Zeichen.
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