Für Barrierefreiheit und Skateboard-Kultur

Von: Kristina Toussaint
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Spende aus Street-Art-Aktion des Künstlers: „Señor Schnu“ (kniend) überreichte an den Skateboard-Club-Aachen und das Domkapitel den Erlös aus dem Posterverkauf. Foto: Harald Krömer

Aachen. „Bonjour Aix-la-Chapelle“ prangte seit letztem Sommer in goldenen, kunstvoll verzierten Lettern an den Bauzäunen am Klosterplatz. Inzwischen musste das Banner des Street Art-Künstlers Señor Schnu weiteren Bauarbeiten weichen. Doch die positiven Folgen sind noch heute bemerkbar.

Als Kunstdruck hat das beliebte Motiv sich jedoch so gut verkauft, dass Bauherr und Künstler dem Domkapitel und dem Aachener Skateboard Club zum Abschluss der Aktion einen üppigen Spendenscheck überreichen konnten.

Dass Baustellen nicht nur ein Ärgernis im historischen Stadtbild sein müssen, hat der Street Art-Banner bewiesen. Verziert mit von Stadt und Dom inspirierten Ornamenten verleitete das Motiv im vergangenen Sommer sogar einen Missetäter zur Entwendung eines Bannerteils. Zunächst ein Schock, erzählt Señor Schnu, aber auch die Geburt der Idee, das Werk als Din A3-großen signierten Druck für jeden verfügbar zu machen.

Die stilvolle Heimatverbundenheit kam an: bei Dominformation und Tourist Service und in den Geschäften Burn und Design Dudes verkauften sich die Poster 250 mal.

Vielleicht eine Inspiration

Der Erlös geht nun zur einen Hälfte an das Domkapitel – für das die Stawag den Betrag auf 2500 Euro verdoppelte – und zur anderen Hälfte an den im letzten Jahr gegründeten 1. Aachener Skateboard Club. Angesichts der vielen anstehenden Anschaffungen des neuen Clubs bedeutet die Spenden „eine Menge Geld und einen Riesenfortschritt“, so Vorstandsmitglied Christoph Grotenrath.

Das Domkapitel will die Spendengelder unter anderem für die Finanzierung eines barrierefreien Zugangs zur Domschatzkammer einsetzen. Auch Dompropst Manfred von Holtum freut sich, dass das Domkapitel „Nutznießer“ der Aktion sein darf – und über die deutliche Verbesserung, die der Klosterplatz durch das Banner erfahren hatte.

Mit dem neuen Bauzaun sei nun leider wieder etwas Tristesse zurückgekehrt – aber auch viel mehr Fläche für neue künstlerische Aktionen, so von Holtum schmunzelnd. Aber auch Señor Schnu würde sich über ähnliche Aktionen freuen: „Ich hoffe, dass das Projekt Inspiration für die Verschönerung weiterer Orte im Stadtbild ist.“

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