Fünf Täuflinge bei der Feier der Osternacht im Dom

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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Momente voller Glaubenskraft: Im Rahmen des Pontifikalamtes taufte Bischof Helmut Dieser fünf Taufbewerber und -bewerberinnen. Die Erwachsenen wurden zugleich gefirmt. Foto: Martin Ratajczak
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Auftakt zur Feier am Karsamstagabend: Im Domhof begrüßte der Bischof zahlreiche Gläubige am Osterfeuer.

Aachen. Karsamstagabend im Domhof. Hell loderte das Osterfeuer, umringt von zahlreichen Gläubigen, die der Weihe der diesjährigen Osterkerze durch Bischof Helmut Dieser beiwohnen wollten.

„Entflamme in uns die Sehnsucht nach Dir“, stimmte der Bischof einleitend auf die Segnung der Kerze ein, die danach am Osterfeuer entzündet und in einer kleinen Prozession in den abgedunkelten, in völliger Stille liegenden Kirchenraum getragen wurde.

Drei Stationen

An drei Stationen – im Eingangsbereich, unter dem Barbarossaleuchter und an den Stufen des Altars – entzündeten die Prozessionsteilnehmer sodann an der Osterkerze ihre persönlichen Kerzen, mit denen sie das Licht weitergaben. Noch schwieg die Orgel, wurden von der Heinrichskanzel Lesungen aus dem Alten Testament vorgetragen, die die Gläubigen mit gesungenen Kehrversen beantworteten.

Zum Gloria des Pontifikalamtes zur Feier der Osternacht erstrahlten die Mosaike des Domes in hellem Lichterschein, die Ministranten ließen die Schellen erklingen und die mehr als 1100 Gläubigen stimmten an: „Allein Gott in der Höh’ sei Ehr“, nun begleitet von Domorganist Professor Michael Hoppe an der Orgel sowie dem Dombläserensemble.

In seiner Predigt stellte Bischof Dieser die Frage in den Mittelpunkt, ob es einen „roten Faden zwischen den Lebensabschnitten eines Menschen gebe“ und nahm dabei Bezug auf ein kürzlich geführtes Gespräch. Darin hatte ihm sein Gesprächspartner von seiner Ehe, seinen Kindern, der Scheidung und den neuen Berufen erzählt und war dabei zu der Schlussfolgerung gekommen, dass das ganze Leben nur aus Lebensabschnitten bestehe.

So beantwortete er die Frage Diesers, ob es einen „roten Faden“ gäbe, mit: „Nein, eigentlich nicht“. Seien wir ganz ehrlich mit uns selbst, riet der Bischof in seiner Predigt: „Den roten Faden halten wir alle nicht sicher in der Hand. Er steht unter dauerndem Stresstest.“ Das Geheimnis Jesu aber sei „Beziehung“. Er bringe alles zusammen. Sein Ich gehöre ganz zu Gott und ganz zu dir und mir. Durch die Taufe werden wir hineingeholt in alle Beziehungen, die Jesus hat: „Wir werden Kinder Gottes“, schlussfolgerte der Bischof.

Besonderen Bezug hatte die Predigt bei diesem österlichen Pontifikalamt zu fünf Taufbewerberinnen beziehungsweise -bewerbern. Dabei als Jüngste die neunjährige Miyo, Schülerin der 3. Klasse der Domsingschule, die zusammen mit ihren Eltern die Taufe erhielt.

Zuvor hatte der Bischof mit der Osterkerze das neue Taufwasser geweiht, mit dem er im Anschluss an den Taufakt auch segnend durch die Reihen aller Gläubigen ging, die zuvor ihr Taufversprechen erneuert hatten. Die vier vorher getauften Erwachsenen wurden zudem auch gefirmt.

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