Aachen - „Frühlingsschauspielwerkstatt“: Aachener Schauspielschule und „Akut“

„Frühlingsschauspielwerkstatt“: Aachener Schauspielschule und „Akut“

Von: Katharina Redanz
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Freuen sich über die neue Chance für Theaterinteressierte: Jutta Kröhnert und René Blanche. Foto: Schmitter

Aachen. Dass die Aachener Schauspielschule und die Aachener Kultur- und Theaterinitiative „Akut“ gut zusammenarbeiten, haben sie schon mehrfach bei den Schultheatertagen bewiesen – „und diese Schultheatertage in und um Aachen sind wirklich ein Vorzeigeprojekt“, so Jutta Kröhnert, Vorstandsmitglied bei „Akut“ und beim Theater 99, der Spielstätte des Kultur- und Theatervereins.

Nun wird die erfolgreiche Zusammenarbeit anderweitig fortgesetzt: Die Aachener Schauspielschule und „Akut“ bieten gemeinsam in der zweiten Osterferienwoche die „Frühlingsschauspielwerkstatt“.

Die Werkstatt richtet sich an junge Menschen ab 16 Jahren, die „gerne auf die Bühne wollen“, erklärt René Blanche von der Schauspielschule. Fünf Tage lang stehen praktische Fächer des Schauspielberufs auf dem Programm – von Sprecherziehung und Tanz über Gesang, „Camera Acting“ bis hin zu Bühnenkampf. „Diese Werkstatt soll der Berufsorientierung dienen“, sagt Andrea Royé, die künstlerische Leiterin der Aachener Schule, „wir wollen aufzeigen, was die Schüler einer Schauspielschule erwartet.“

Das sei enorm wichtig, findet auch Jutta Kröhnert, häufig hätten junge Menschen eine Vorstellung vom Schauspielberuf, die nicht ganz der Realität entspreche: „Manche denken wirklich, Hollywood warte nur auf sie.“ Der Workshop in den Osterferien sei eine schöne Möglichkeit, den Beruf kennenzulernen – „auch wenn der Glamour ein bisschen baden geht“.

Unterrichtet wird von verschiedenen Dozenten der Schauspielschule täglich von 10.30 Uhr bis 14.30 Uhr, eine gemeinsame Mittagspause inklusive. Bis zu 20 Teilnehmer können bei der Werkstatt mitmachen, „so können wir garantieren, dass wir auf jeden individuell eingehen können und jeder mit einem Benefit aus der Woche hier geht“, erklärt Royé. Die Teilnehmer bekommen einzeln eine Einschätzung der Dozenten hinsichtlich Leistung, Talent und Potenzial, zudem ein Teilnahmezertifikat, das die Aufnahmeprüfung an der Schauspielschule ersetzt.

Die Idee zur Kooperation und „Frühlingsschauspielwerkstatt“ kam den Verantwortlichen auf einem Kulturkongress. „Es ist toll, wenn sich zwei starke Kräfte vereinigen“, sagt Blanche, „von dieser Kooperation können beide Seiten profitieren – und das kulturelle Leben der Stadt und der Region allemal.“

Kröhnert ist ebenfalls angetan von der Zusammenarbeit: „Uns ist die Nachwuchspflege besonders wichtig.“ Zudem sei der Zeitpunkt gut: „Wir stellen bei den Schultheatertagen und auch sonst immer wieder fest, dass die jungen Leute keine Zeit mehr haben. Es ist für sie wirklich schwierig, außerhalb der Schule noch Theater zu machen.“ Daher sei eine Woche der Schulferien optimal.

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