Frühjahrsputz in Aachen: Tausende Besen warten auf fleißige Helfer

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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Wollen möglichst viele Aachener motivieren, dabei mitzuhelfen, dass ihre Heimatstadt ein Stückchen sauberer wird: (v.l.) Monika Granz, Paul Baumann, Fabian Kommer, Oberbürgermeister Marcel Philipp, Heiko Hartleb und Manfred Piana. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Besen, Schäufelchen und Co. warten schon: Am Samstag, 9. April, ist wieder Frühjahrsputz in Aachen. Dann und in den Tagen zuvor sammeln erneut 5000 bis 6000 Menschen geschätzte 15 bis 20 Tonnen Müll ein.

Oberbürgermeister Marcel Philipp hat die Aktion 2011 ins Leben gerufen und ist von ihrer Nachhaltigkeit bis heute überzeugt: „Es ist natürlich eine Sisyphos-Aufgabe. Aber es geht auch gar nicht so sehr darum, dass es an diesem Tag sauberer wird, sondern darum, dass sich das Bewusstsein für das eigene Umfeld ändert.“

So sieht das auch Heiko Hartleb vom Büro für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement der Stadt Aachen. „Wir wollen dem Stadtbetrieb nicht die Arbeit wegnehmen. Aber wer beim Frühjahrsputz mitgemacht hat, steckt beim nächsten Mal das Bonbonpapier eher in die Tasche, statt es auf den Boden fallen zu lassen.“

Für Ausrüstung ist gesorgt

In diesem Jahr sind erstmals zwei Bevölkerungsgruppen besonders angesprochen, die die Stadt deutlich prägen: Studierende und Flüchtlinge. Um erstere zu mobilisieren, machen sich die Studierendenvertretungen der RWTH und der FH für die Aktion stark.

„Es passt ganz gut, dass die Aktion auf den Samstag vor Vorlesungsbeginn fällt“, meint Fabian Kommer, AStA-Vorsitzender der RWTH. Müllsäcke, Handschuhe und Greifer gibt es direkt an der Mensa. „Essen muss je eh jeder. Und danach kann es gleich losgehen“, hoffen Kommer und sein FH-Kollege Paul Baumann auf eine starke Beteiligung ihrer Kommilitonen.

Die ist bei der zweiten Gruppe bereits gesichert. Etwa 80 Flüchtlinge aus drei städtischen Einrichtungen, unterstützt von vielen ehrenamtlichen Helfern, werden aktiv. „Sie sind ein natürlicher Teil der bürgerschaftlichen Gemeinschaft Aachens“, findet Monika Granz vom Fachbereich Soziales und Integration. „Durch die Aktion stärken wir das Wir-Gefühl.“

Damit der eingesammelte Unrat auch vom Stadtbetrieb abgeholt wird, empfiehlt Hartleb eine vorherige Anmeldung (siehe Infobox). So lassen sich die Frühjahrsputzer auch besser gleichmäßig über das Stadtgebiet verteilen. „In meinem Stadtplan ist allerdings noch kein ,Geknubbel‘ von Sammlern zu finden“, weiß Hartleb. „Überall gibt es noch freie Stellen.“ Dabei haben sich bereits etwa 4500 Aachener angemeldet, darunter jede Menge Schulklassen und Kindergartengruppen.

Große Tombola zur Belohnung

Das Engagement belohnt der Märkte- und Aktionskreis (MAC) wieder mit einer großen Tombola am Sonntag, 10. April, ab 16.30 Uhr in der Rotunde des Elisenbrunnens. „Sauberkeit steht immer ganz oben auf der Prioritätenliste der Besucher. Eine saubere Stadt ist einfach für jeden wichtig“, erläuterte MAC-Geschäftsführer Manfred Piana, warum sich die Aachener Einzelhändler die Aktion einiges kosten lassen. Das Großreinemachen kann also beginnen.

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