Fronleichnamsfest erinnert an Gegenwart Christi

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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Fronleichnamsfest aachen dom
Weit mehr als eintausend Gläubige nahmen am Fronleichnamsfest im Aachener Dom teil, sodass nicht nur Oktogon und Chorhalle besetzt waren, sondern ebenso die Nikolauskapelle und die Empore. In Burtscheid feierten Christen Fronleichnam unter freiem Himmel. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Festliches Geläut der Domglocken begleitete die Gläubigen am Fronleichnamsfest auf ihrem Weg zum Aachener Dom. Weit mehr als eintausend Gläubige nahmen daran teil, sodass nicht nur Oktogon und Chorhalle besetzt waren, sondern ebenso die Nikolauskapelle und die Empore.

Wegen des unbeständigen Wetters hatte Dompropst Msgr. Helmut Poqué entschieden, die gemeinsame Fronleichnamsfeier des Domes und der Aachener Innenstadtpfarreien nicht wie sonst auf dem Lindenplatz mit anschließender Prozession zum Dom zu gestalten, sondern die heilige Messe direkt im Dom zu zelebrieren.

Die Privatkapelle Neuss eröffnete die Festmesse mit einem Bläserauftakt, während Weihbischof Dr. Gerd Dicke, fünf Konzelebranten und die Ministranten Einzug hielten, gefolgt von den Rittern vom Hl. Grab, den Karlsschützen und studentischen Verbindungen der katholischen Hochschulgemeinde. In den ersten Reihen des Oktogons aber hatten die diesjährigen Kommunionkinder Platz genommen.

Fronleichnam wird seit 1264 als Kirchenfest gefeiert. Die Katholiken erinnern damit an die Gegenwart Jesu im Sakrament der Eucharistie, wie sie auch im Evangelium des Tages beschrieben wird. Beim letzten Paschamahl vor seinem Tod hatte Jesus seine Jünger in einem Raum versammelt, das Brot gebrochen und ihnen gesagt: „Nehmet hin und esset. Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird”. Es war zugleich ein Auftrag, diese Erinnerung in die Welt zu tragen.

Intimität und Weite standen daher im Mittelpunkt der Predigt des Weihbischofs: Intimität für räumliche Geborgenheit zur gemeinsamen Feier der Eucharistie, wie sie auch am Lindenplatz alljährlich gegeben ist und Weite für das Hinausziehen der Prozession und die Einbeziehung aller Menschen in das Gebet. „Die Kirche ist keine Sekte. Wenn wir die Eucharistie feiern und Dank sagen, sind wir Stellvertreter für alle Menschen der Welt und schließen sie in unsere Fürbitten ein”, hieß es wörtlich.

Fand innerhalb des Domes vor dem Schlusslied nur eine angedeutete Prozession durch die Geistlichen und Ministranten statt, so beeindruckte in Burtscheid die imposante Menge der Prozessionsteilnehmer, die sich bei strahlender Sonne von der Kirche St. Michael bis zum Segensaltar im Innenhof des Marienhospitals erstreckte. Traditionell trugen die Tellschützen mit schwarzem Anzug und Zylinder den Baldachin über der Monstranz. Zelebriert von Pastor Msgr. Heribert August und vier Konzelebranten hatte die Feier der heiligen Messe für die Großgemeinde St. Gregor von Burtscheid in St. Michael stattgefunden, musikalisch begleitet von einer Bläsergruppe um Wilhelm Schoen.

16 Ministranten, Abordnungen der St. Hubertus- und der Tellschützen, das Trommler- und Pfeiferkorps sowie der Burtscheider Bürgerverein nahmen um den Segensaltar Aufstellung. „Für uns ist das Marienhospital ein Herzstück unseres Stadtteiles. Hier beten wir für die Kranken und die Mitarbeiter um baldige Genesung sowie Gottessegen”, sagte Pastor August.

Nach dem Segen und dem Schlusswort dankten die Gläubigen mit Beifall. Beim anschließenden Zusammensein wurde deutlich, dass die Großgemeinde noch stärker zusammengewachsen ist.
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