Aachen - Friesenrath: 36-Jähriger stirbt bei Dachstuhlbrand

Friesenrath: 36-Jähriger stirbt bei Dachstuhlbrand

Von: Oliver Schmetz
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Großeinsatz an der Schleidener Straße in Friesenrath: Obwohl die Feuerwehr am frühen Sonntagmorgen mit rund 35 Einsatzkräften vor Ort ist und die Situation schnell unter Kontrolle hat, stirbt ein 36-Jähriger bei einem Dachstuhlbrand. Eine 30-jährige Frau wird mit einem Schock ins Krankenhaus eingeliefert. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Eigentlich war es ein relativ kleines Feuer”, sagt Günther Stadtmüller, Einsatzleiter bei der Aachener Berufsfeuerwehr, einige Stunden nach dem Brand. Die Flammen waren auch schnell gelöscht. Und trotzdem stirbt am frühen Sonntagmorgen bei dem Brand im Dachstuhl eines Einfamilienhauses an der Schleidener Straße im Aachener Ortsteil Friesenrath auf tragische Weise ein Mensch.

Die Feuerwehr findet die Leiche eines 36-jährigen Mannes bei den Löscharbeiten. „Das Problem ist immer die Verrauchung”, sagt Stadtmüller und richtet erneuert einmal mehr den dringenden Appell der Brandschützer an alle Bürger, sich Rauchmelder anzuschaffen: „Das ist so etwas wie eine Lebensversicherung.”

Für den 36-Jährigen kommt an diesem Morgen jede Hilfe zu spät. Der Notarzt kann nur noch den Tod feststellen. Dabei wird eine 30-jährige Frau aus demselben Haus gegen 7.15 Uhr noch auf das Unglück aufmerksam und alarmiert sofort die Rettungskräfte. Sie habe Hilferufe gehört und im Treppenhaus dann den starken Rauch bemerkt, heißt es bei der Feuerwehr. Später erleidet die 30-Jährige einen Schock. Sie wird laut Feuerwehr zunächst von einem Notfallseelsorger betreut und dann in ein Krankenhaus gebracht. Ob die Frau mit dem 36-Jährigen verwandt oder befreundet war, das bleibt an diesem Sonntag unklar.

Die Feuerwehr ist mit insgesamt rund 35 Brandschützern - im Einsatz sind der Löschzug Walheim der Freiwilligen Feuerwehr und zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr - vor Ort und hat das Feuer schnell im Griff. Ein Trupp bekämpft die Flammen vom Hinterhof aus über eine Steckleiter, ein anderer dringt zur Menschenrettung unter Atemschutz und mit einer Wärmebildkamera ins Innere des Hauses vor - letztlich vergebens. Wegen der starken Verrauchung wird auch das Nachbarhaus kontrolliert und belüftet.

Um 9.45 Uhr ist der Einsatz der Feuerwehr, in dessen Verlauf die Schleidener Straße für längere Zeit vollständig gesperrt wird, beendet. Danach beschlagnahmt die Kriminalpolizei das Dachgeschoss des Unglückshauses und übernimmt die Ermittlungen. Zur Brandursache können am Sonntag aber weder Feuerwehr noch Polizei nähere Angaben machen.
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