Friedenstheaterfestival: „flame of peace“ von Aachen nach Eupen

Von: Martina Stöhr
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Freuen sich auf das große Theatertreffen (von links): Angelika Ludwig, Peter Hellmann, Eckhard Debour, Franziska Bergrath, Helmut Schulte, Heinz Jussen und Elfriede Belleflamme. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Mit dem grenzüberschreitenden Friedenslauf („flame of peace“) beginnt am Freitag, 15. September, das Friedenstheaterfestival Bina Mira. Der Start ist auf dem Theaterplatz in Aachen, das Ziel ist die Klötzerbahn in Eupen.

Und da die Flüchtlinge unter den Läufern Deutschland nicht verlassen dürfen, wird es am alten Grenzübergang Köpfchen eine Übergabe der Friedensflamme geben. Während der Lauf für die Flüchtlinge dort zu Ende ist, kommen unterwegs immer wieder neue Teilnehmer dazu.

Mit Ankunft der Läufer in Eupen findet die neunte „Europäische Jugendbegegnung im Friedenstheaterspiel“ offiziell ihren Auftakt. 95 Jugendliche aus Belgien, Bosnien-Herzegowina, Deutschland, Serbien und Slowenien spielen dann Theater und kommen bei den anschließenden Diskussionen ins Gespräch.

Themen wie Toleranz und Akzeptanz sowie die Bereitschaft zur Integration prägen das Festival heute. Angefangen hatte dagegen 2007 alles mit der Aufarbeitung der Balkankriege: Damals sollten die Jugendlichen die Möglichkeit bekommen, die Folgen und Traumata der Balkankriege zu überwinden. „Heute ist der Krieg nicht mehr zwingend das Thema bei den Theaterstücken“, sagt Eckhard Debour, Leiter des „rohestheater“.

Sein Theater ist mit der Produktion „Weltenbrand-Geschlechterkampf-Kassandra“ auf dem Festival vertreten: am Samstag, 16. September, um 19.30 Uhr in der Aula der Mies-van-der-Rohe-Schule an der Neuköllner Straße.

Die Slowenen haben den Terror-ismus zum Thema gemacht, während das Friedenstheater Eupen kurz und knapp „Der Spinner“ als Titel seiner Produktion gewählt hat. Die Stücke werden jeweils in Originalsprache präsentiert, die anschließenden Diskussionen sind auf Englisch.

Speziell das „rohestheater“ will seinen Gästen „Kassandra“ mit einer Art Untertitel beim Verständnis helfen. Die Treffen von Jugendlichen im Rahmen des Friedensfestivals Bina Mira findet Franziska Bergrath vom „rohestheater“ ganz wunderbar. Sie engagiert sich inzwischen im Jugendrat des Festivals und verspricht sich diesmal einen besonders regen Austausch mit den anderen Jugendlichen, da alle gemeinsam in einer Jugendherberge untergebracht sind.

Der „interkulturelle Dialog“ zählt ebenso zu den Zielen des Friedensfestivals wie die Schaffung einer „europäischen Identität“ und das Bereitstellen einer Bühne, auf der die jungen Leute ihre Wünsche und Illusionen in Szene setzen können. In zusätzlichen Workshops bekommen sie länderübergreifend Gelegenheit, die für sie wichtigen Themen zu diskutieren.

Das Programm findet sich im Internet auf www.bina-mira.de. Auch Anmeldungen für den Friedenslauf am Freitag, 15. September, sind hier noch möglich.

Der Eintritt ist frei

Bei den Theatervorführungen ist der Eintritt frei, sie finden im Festsaal der Peter-Damian-Schule, Kaperberg 2-4, in Eupen statt. Nur das „rohestheater“ spielt in Aachen, und zwar in der Aula der Mies-van-der-Rohe-Schule an der Neuköllner Straße.

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