Friedensmahl der Religionen: Miteinander reden, Vorurteile abbauen

Von: Esra Güner
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Dialog leben – zahlreiche Menschen versammelten sich im Alten Ballsaal, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Religionen zu diskutieren. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Weltoffen, tolerant und bunt – am Sonntag war der Ballsaal des Alten Kurhauses Spiegelbild eines multikulturellen Aachen. Mehr als hundert Aachener Bürger unterschiedlichster Kulturen und Religionen tauschten sich bei gemeinsamen Gesprächen und internationalem Essen aus und lernten sich näher kennen.

Die Begegnung hat Tradition: Bereits zum siebten Mal lud der Arbeitskreis “Dialog der Religionen” zum “Aachener Friedensmahl der Religionen” ein. Seit 2010 organisieren die Vertreter verschiedener Religionsgemeinden (Aleviten, Baha’i, Buddhisten, Christen, Hindus, Juden und Muslime) unter Leitung der städtischen Integrationsbeauftragten Heidemarie Ernst die Veranstaltung, für die Bürgermeister Marcel Philipp die Schirmherrschaft übernahm.

Der Andrang war wie jedes Jahr groß. Neugier und Interesse hat Besucherin Elisabeth Gatzemeier dazu bewogen, sich zu einem der neun runden Tische zu gesellen. „Im Alltag ist es schwierig, mit Menschen anderer Kulturen ins Gespräch über den Glauben zu kommen”, findet sie.

Der direkte und unbeschwerte Dialog mit den Aachener Bürgern ist den Organisatoren sehr wichtig. „Der Arbeitskreis ist kein elitärer Kreis von Religionsvertretern und -repräsentanten”, stellte Shahab Ebrahimi von der Bahá‘i-Gemeinde in seiner Begrüßungsrede heraus. „Wir möchten den Dialog nach außen.”

Welche bedeutsame Rolle dieser Dialog gerade in diesem kritischen Wahljahr und in Zeiten des Rechtspopulismus einnehmen wird, betonte Bürgermeisterin Hilde Scheidt. Die Religionsgemeinden könnten viel dazu beitragen, um das “friedliche Europa nicht zu verlieren”.

Sie dankte den vielen Beteiligten, die das Friedensmahl ermöglicht haben. Neben der Organisation sorgten die Religionsgemeinden auch dafür, dass das Friedensmahl zum Festmahl der kulinarischen Vielfalt wurde.

Einen ganz persönlichen Beitrag leisteten vier junge kreative Wortkünstler, die unterschiedlichen Religionen angehören. Mit ihren poetischen Texten stellten Magnus Schwarz (22), Paul Bank (16), Iman Laghmari (20) und Carolin Heintz (16) ihre Sicht von einem friedlichen Miteinander dar. Für musikalische Unterhaltung am Klavier sorgte Jugend-Musiziert-Preisträgerin Ella Rosenberg.

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