Friedensdemonstration in der Innenstadt

Von: mas
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Vom Ponttor aus zog die Friedensdemonstration zum Münsterplatz. In St. Foillan wurde anschließend der Friedensappell verlesen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Nicht mehr Knechte, sondern Brüder: Diese Botschaft von Papst Franziskus griff Bischof Heinrich Mussinghoff auf, als er die Teilnehmer des Aachener Friedensmarsches in Sankt Foillan begrüßte. Unter ihnen waren in diesem Jahr viele Flüchtlinge aus dem Irak und Syrien. Sie wollten es sich laut Kerstin Birke-Glaser von der Gemeinschaft Sant‘ Egidio nicht nehmen lassen, ein Zeichen für den Frieden zu setzen und sind deshalb eigens aus Mönchengladbach zur Aachener Demo angereist.

Menschenschmuggel sei zu einem Handelsgeschäft geworden, sagte Mussinghoff und erinnerte an die Botschaft des Papstes, der forderte, dass Mittelmeer nicht zu einem Friedhof der Flüchtlinge verkommen zu lassen.

„Der Menschenhandel widerspricht dem Gebot der Nächstenliebe und der Menschlichkeit“, sagte Mussinghoff und forderte die Menschen auf, sich in einer globalisierten Welt der Gleichgültigkeit verantwortlich zu fühlen. Der Friedensmarsch in Aachen sei ein sichtbares Zeichen für den Willen der Menschen, sich für den Frieden einzusetzen, meinte er.

Und die Liste der Länder, die von Konflikten geprägt sind, ist lang. Von A wie Afghanistan über Eritrea und den Irak, Somalia und Mali bis hin zu Z wie die Zentralafrikanische Republik gibt es eine lange Liste von betroffenen Staaten. Sie alle wurden in der kleinen Gedenkstunde in Sankt Foillan verlesen.

Und während des Marsches vom Ponttor trugen die Demonstranten Schilder mit den Namen der betroffenen Länder vor sich her, daneben aber auch Schilder mit dem Wort Frieden in allen erdenklichen Sprachen. Und vorneweg ein Plakat mit der Aufschrift „Frieden für die Welt“.

In Sankt Foillan verlas Manuela Brülls im Namen der Gemeinschaft Sant‘ Egidio einen Friedensappell. „Wir verpflichten uns, in unseren Städten, in unserem Land und weltweit eine gerechtere und friedlichere Welt aufzubauen“, hieß es da.

Dieselbe Botschaft verbreitete die Gemeinschaft Sant‘ Egidio zeitgleich in der ganzen Welt. Auch sie stützte sich auf die Worte des Papstes zur modernen Sklaverei: Millionen Menschen – Kinder, Männer und Frauen jeden Alters – würden auch heute noch der Freiheit beraubt und gezwungen, unter Bedingungen zu leben, die denen der Sklaverei vergleichbar seien, sagte der Papst.

Auch die prekäre Situation vieler Migranten kam in Sankt Foillan zur Sprache. Die Botschaft der Gemeinschaft Sant‘ Egidio zeigt sich trotz allem optimistisch: „Wir sind davon überzeugt, dass Frieden immer möglich ist und dass alle bestehenden Konflikte gelöst werden können“, heißt es in dem Appell. Und den Weltfrieden zu erreichen, dafür will sich die Gemeinschaft einsetzen.

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