Freude auf Wind, Wetter und Blumen

Von: Birgit Broecheler
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Am Start: Hans-Jürgen Brück
Am Start: Hans-Jürgen Brück von der Stadtgärtnerei (blau-kariertes Hemd) erklärt den neuen Azubis des Aachener Stadtbetriebs die Arbeitsabläufe. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Morgens um 6.30 Uhr: Patrick Derksen und Skender Greku treten ihren Dienst in der Stadtgärtnerei an. Ihre ersten Aufgaben sind Pflanzen rücken, stützen oder ausstellen, Unkraut jäten und Beete gießen.

In den kommenden drei Jahren werden sie aber noch viele weitere Bereiche der drei Hektar großen Stadtgärtnerei kennen lernen, zum Beispiel wie man rund 140.000 Pflanzen im Sommer hütet, Präsentkörbe für Hochzeiten herstellt und die Dekorationen für den Karlspreis und den CHIO vorbereitet.

Derksen und Greku sind zwei der insgesamt sechs Auszubildenden, die Lehre beim Aachener Stadtbetrieb begonnen haben. Während die beiden 18-Jährigen sich auf Blumen- und Zierpflanzenbau bei der Stadtgärtnerei spezialisieren, werden ihre vier Kollegen Bürokauffrau, Friedhofsgärtner oder Garten- und Landschaftsbauer.

Sechs aus 70 Bewerbungen

Der Aachener Stadtbetrieb ist der ausbildungsstärkste Eigenbetrieb der Stadt Aachen. Derzeit machen 25 junge Menschen dort eine Ausbildung in den Berufen Anlagenmechaniker, Bürokaufmann, Gärtner, Kfz-Mechatroniker, Straßenwärter sowie Teilezurichter.

„Wir haben etwa 70 Bewerbungen für dieses Ausbildungsjahr erhalten, konnten aber nur sechs Lehrstellen anbieten”, sagt Rita Klösges vom Fachbereich Presse. Und Wolfgang Berg, Ausbilder für die Friedhofsgärtnerei, lobt: „Wir bieten eine sehr gute Ausbildung an. Unsere Azubis sind den Kollegen in der freien Wirtschaft voraus.”

Pünktlich und teamfähig

Doch was müssen Bewerber mitbringen, um etwa als Gärtner-Azubi beim Stadtbetrieb anfangen zu können? „Sie müssen pünktlich und teamfähig sein, gute Kenntnisse in Mathematik und Deutsch haben und sich nicht davor scheuen, bei Wind und Wetter draußen zu arbeiten”, fasst Hans-Jürgen Brück, stellvertretender Teamleiter der Stadtgärtnerei zusammen. Ein Praktikum im Vorfeld zu absolvieren, sei der beste Weg, um sich über den Beruf klar zu werden und einen Einstieg beim Stadtbetrieb zu finden.

Solch ein Praktikum hatte Skender Greku bereits vor seiner Bewerbung bei der Stadtgärtnerei gemacht - allerdings als Straßenbauwärter. Daher weiß er: „Wind und Wetter und körperliche Arbeit machen mir nichts aus.”

Diese Erfahrung hat auch sein Kollege Patrick Derksen gemacht, der sich nach einem achtwöchigen Praktikum für eine Lehre als Gärtner entschied.
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