„Freiraum“: Pontviertel startet „Image“-Wechsel

Von: Robert Esser
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Kompletter Umbau: Auf hunderten Quadratmetern entstehen gleich mehrere neue Areale, die „Oben“ und „Unten“ im „Freiraum“ nicht nur Nachtschwärmer und Partygänger ins Pontviertel locken sollen.
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Mehr als eine neue Diskothek fürs Pontviertel: Gastronom Ali Yüce (l.) und Eventmanager Dako Gnjato entwickelten das Konzept für den neuen „Freiraum“. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Im Pontviertel wird im Anschluss an die Karnevalstage – am Freitag, 27. Februar – ein neues Kapitel aufgeschlagen. Der Nachtclub „Abendrot“ sowie die Club-Lounges „Image“ und „Flowers“ sind Vergangenheit. Stattdessen eröffnet dort nach aufwendigem Umbau der neue „Freiraum“ – und zwar buchstäblich namensgebend „Oben“ und „Unten“, wie Gastronom Ali Yüce erklärt. „Nach acht Jahren war es Zeit für eine umfassende Veränderung“, sagt er.

Deswegen wird der „Freiraum unten“ (zugänglich von der Pont-straße) mit dem „Freiraum oben“ (zugänglich von der Milchstraße) mit einer breiten Treppe innerhalb des Gebäudes verbunden. „So sind gemeinsame Partys und Veranstaltungen, aber auch getrennte Events ohne Gedränge im Verbindungsbereich möglich“, erklärt der Gastronom. Die Umbauarbeiten auf mehreren hundert Quadratmetern laufen bereits, das alte Interieur wurde komplett demontiert – in Zukunft soll alles moderner, großzügiger und gemütlicher werden. „Vor allem unser Lichtkonzept gibt es so in Aachen an keinem weiteren Ort – das wird einzigartig“, sagt Yüce.

Für das neue Veranstaltungskonzept zeichnet Dako Gnjato verantwortlich. Der Eventmanager bespielte zuletzt mit „Charly Brown“ einen Party-Bungalow vor der Diskothek „Starfish“ im Aachener Norden. Besonderer Publikumsmagnet war seine Partyserie „Seltsames Verhalten“, die regelmäßig tausende Nachtschwärmer anzog.

Für den neuen „Freiraum“ im Pontviertel plant Gnjato allerdings mehr als Partys: „Lesungen, Karaoke, Comedy, Konzerte – wir möchten möglichst viele Menschen mit einer breiten Veranstaltungspalette erreichen“, kündigt er an. Nicht nur Studierende, die in den vergangenen Jahren weniger als frühere Uni-Generationen im Pontviertel feierten, sollen als Stammgäste zurückgelockt werden. Und: „Im Freiraum oben wird es auch tagsüber Angebote für die ganze Familie geben – in Form eines speziellen Café-Konzepts“, fügt Yüce hinzu. Ansprechen will man nicht nur junge Leute – „Oma und Opa sind bei uns genauso willkommen“, sagt der erfahrene Gastwirt.

So sei der „Freiraum“ mit „Oben“ und „Unten“ nicht einfach ein neuer Club oder die Fortführung eines bewährten Diskotheken-Konzepts unter neuem Namen, sondern als Initialzündung gedacht. „Unser Ziel ist es, mit dieser großen Veränderung dazu beizutragen, dem Pontviertel insgesamt wieder ein viel freundlicheres, sympathischeres, positiveres Image zu verschaffen“, betont Yüce. Er stellt fest: „Die Ära der unpersönlichen Lounge-Clubs ist vorüber, es geht mehr und mehr um Individualität.“ Freiraum eben.

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