Aachen - Freie Fahrt für Fahrräder und saubere Busse in der Stadt

Freie Fahrt für Fahrräder und saubere Busse in der Stadt

Von: Hanna Sturm
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Kommt die Umweltzone? Nachdem die pro Jahr erlaubte Zahl der Tage mit erhöhtem Feinstaubwert an der Messstation Wilhelmstraße bereits im August überschritten wurde, ist diese Frage wieder auf dem Tisch.

„Um die Einrichtung einer Umweltzone in der Innenstadt noch abwenden zu können, muss sofort etwas passieren”, drängen Aachener Vertreter des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) und des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) auf kurzfristige Maßnahmen. Die im Aktionsplan vorgeschriebene temporäre Sperrung der Wilhelmstraße für Lastwagen könne dabei nur ein erster Schritt sein, vor allem da sie nicht zu einer Verkehrsminderung führe, so Monika Volkmer vom ADFC.

Unverständlich bleibt Monika Volkmer und ihrem Kollegen Ralf Oswald vom VCD, dass beschlossene Maßnahmen nur schleppend realisiert werden. „Die Planung der Radwegmarkierung im Grabenring ist längst fertig, aber noch immer ist nichts passiert. Das dauert einfach zu lange.” Damit noch mehr Aachener statt ins Auto auf das Rad steigen, fordern ADFC und VCD die Markierungen im Grabenring noch in diesem Jahr, und die im Alleenring bis Sommer 2010 vorzunehmen. Außerdem solle das Parken auf Radwegen wesentlich schärfer geahndet werden.

Ein weiteres Anliegen ist die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. „Zu den Kernzeiten gibt es einfach zu wenig Kapazitäten. Wenn mehr Menschen mit dem Bus fahren sollen, muss es für sie auch attraktiver sein”, fordert Ralf Oswald vom VCD. Der Einsatz von sauberen Bussen in den Spitzenzeiten sei ein erster Schritt, außerdem solle das Liniennetz von externen Gutachtern auf seine Effizienz geprüft werden.

Auch beim Job-Ticket, das Arbeitgeber für ihre Mitarbeiter erwerben können, sieht Helga Weyers (ADFC) noch Verbesserungspotential. „Von den zunächst bereitgestellten 10.000 Tickets sind zu wenige verkauft worden. Das liegt vor allem an den großen Arbeitgebern, die ihren Mitarbeitern kostenlose Parkplätze zur Verfügung stellen. Für die ist das Busfahren dann natürlich weniger attraktiv.”

Neben der Verlagerung des Individualverkehrs auf umweltfreundlichere Fortbewegungsmittel soll auch der Transport- und Lieferverkehr in der Innenstadt vermindert werden. Ein mögliches Konzept ist für Ralf Osmann die Erweiterung von CLAix-Citylogistik, bei dem die Waren außerhalb der Stadt gesammelt und dann einmal am Tag ausgeliefert werden. Generell ist den Vertretern der beiden Verkehrsclubs wichtig, dass Maßnahmen ergriffen werden, die möglichst schnell wirken und nicht nur eine Verlagerung des Verkehrsaufkommens bedeuten.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert