Frauen-Unon kämpft für Gleichberechtigung

Von: Lucy Breucha
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Sie wollen mehr Frauenkompetenz auf der Führungsebene: von rechts Ulla Thönnissen, Dr. Margrethe Schmeer, Jutta Lehnen, Anke Adelt, Marlis Köhne, Kerstin Specht, Angela Klassmann, Caroline Herff, Maike Schlick, Ulrike Neuenhausen von der Aachener Frauen Union. Foto: Dirk Salm

Aachen. Die Frauen Union (FU) Aachen-Stadt kämpft für mehr Frauen in der Politik. Anlässlich der Vorstellung des neuen FU-Vorstandes kündigte die wieder gewählte Vorsitzende Angela Klassmann an, Frauen auf allen politischen Ebenen positionieren zu wollen.

„Frauen sind in Deutschland eine starke politische Kraft”, sagt Klassmann. Das zeigt auch ein Blick auf Aachen selbst. Fünf der zehn Vorstandsmitglieder der CDU-Fraktion sind weiblich. Acht CDU-Frauen sitzen im Stadtrat, zehn sind in den Bezirksvertretungen aktiv. Nach Meinung der FU gibt es jedoch noch längst nicht genügend Frauen in der Politik. Gerade die Zahlen in hauptamtlichen Mandaten gingen sogar zurück.

Bei seiner Mission geht der FU-Vorstand mit gutem Beispiel voran. So zum Beispiel FU-Beisitzerin Maike Schlick, die die CDU-Ratsfraktion stellvertretend vertritt. Oder ihre Kollegin Ulla Thönnissen, die das Amt der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Städteregionsfraktion innehat. Die Liste ließe sich lang weiterführen.

Nicht nur in der Politik, sondern auch in der Wirtschaft setzt sich die FU für ein gleichberechtigtes Miteinander von Männern und Frauen ein. Denn von 30 DAX-Unternehmen sitzen nur bei zweien Frauen im Vorstand. Eine temporäre Frauenquote in den Führungspositionen könne dabei helfen, hier ein Umdenken zu erwirken. In Aachen wurde der erste Schritt im September letzten Jahres gemacht: Oberbürgermeister Marcel Philipp unterzeichnete die Nürnberger Resolution zur Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten und Führungspositionen.

Auch die Entgeltgleichheit steht weiter auf dem Programm der FU. Immer noch beträgt der Unterschied zwischen Männern und Frauen hierzulande mehr als 23 Prozent. Ein zwölfteiliger Forderungskatalog auf Bundesebene soll zur Entgeltgleichheit und zu mehr Frauen in Führungspositionen beitragen.

In Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit kämpft die FU für die Wahlfreiheit für Eltern. Durch einen Ausbau der Kinderbetreuungsangebote sollen Mütter und Väter selbst entscheiden können, ob sie einen Pflegeplatz in Anspruch nehmen wollen. Statt einer Barauszahlung des Betreuungsgeldes ab 2013 fordert die Union einen alternativen Einsatz der Gelder. „Frauen fehlt die Erziehungszeit zum Beispiel oft später bei der Rente”, präzisiert Klassmann. Eine Möglichkeit sei daher, die Betreuungszeit dort anzurechnen.
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