„Frauen helfen Frauen“: Drei soziale Vereine schlagen Alarm

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Aachen. Gleich drei Aachener soziale Einrichtungen wenden sich mit einem offenen Brief an die politischen Vertreterinnen und Vertreter in der Städteregion: der Verein „Frauen helfen Frauen“, die Straffälligenhilfe Aachen und der Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen.

In diesem Brief nehmen sie Bezug auf Medienberichte, nach denen der Haushalt für die Städteregion für die Jahre 2015 und 2016 seitens der Bezirksregierung noch nicht genehmigt sei beziehungsweise genehmigt werden konnte. Dieser Umstand habe für die genannten Sozialeinrichtungen gravierende Folgen, denn die Auszahlung der Gehälter in den Einrichtungen sei nicht mehr gewährleistet.

Die ehrenamtlichen Vorstände und die Mitarbeiterinnen der sozialen Einrichtungen Frauen helfen Frauen, Straffälligenhilfe und Frauennotruf kämen so kurz vor Ostern in äußerste Bedrängnis und stünden noch stärker unter „immensem Druck“, der bereits seit Mitte Februar auf den gemeinnützigen Einrichtungen laste. Vor anderthalb Monaten nämlich hätte laut Zuschussbewilligung der Städteregion Aachen für 2015 die jeweils erste Rate (22.025 Euro, 7775 Euro und 26.500 Euro) an die Trägervereine ausgezahlt werden sollen. Diese Auszahlung habe jedoch nicht stattgefunden, weil der Haushalt der Städteregion Aachen für das laufende Jahr noch nicht von der Regierungspräsidentin genehmigt worden sei.

Die Vereine, die jedes Jahr von neuem sowieso schon die Ausgaben von Anfang Januar bis Mitte Februar aus Eigenmitteln vorfinanzieren müssten, fühlten sich allein gelassen.

In der Vergangenheit habe es häufiger vergleichbare Situationen gegeben, die meistens durch eine Härtefallregelung hätten gelöst werden können. Dieser Weg sei für 2015 jedoch ausgeschlossen.

Die vier Unterzeichnenden des Briefs – Dorothea Hennen und Simone Schnittler (Frauen helfen Frauen), Martin Czarnojan (Straffälligenhilfe) und Agnes Zilligen (Notruf) – halten fest: „In den Vereinen können deshalb teilweise keine Gehälter ausgezahlt werden.“

Die drei Einrichtungen, denen nach eigener Aussage gültige Zuschussbewilligungen der Städteregion Aachen vorliegen, bitten mit großer Dringlichkeit darum, eine kurzfristige Lösung für die „unhaltbare Lage der gemeinnützigen Vereine zu finden“. Es dürfe nicht sein, dass vorhandene Angebote und Strukturen auf diese Art und Weise auf Dauer gefährdet würden. Abschließend appellieren die Verantwortlichen an die Vertreterinnen und Vertreter der Städteregion: „Wir bitten alle Verantwortlichen in der Städteregion Aachen im Sinne des Erhalts der sozialen und gesellschaftlich wichtigen Hilfsangebote zu einer schnellen Lösung beizutragen und diese auch nachhaltig abzusichern.“

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