Französischunterricht landet jetzt im Kino

Von: Julia Gröbbels
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Laden die junge Generation zum Jugendfilmfestival „Cinéfête“ ins Apollo-Kino: Dr. Angelika Ivens, Simon Kluge und Sina Laschet (von links). Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Wie kann man Kindern und Jugendlichen die französische Sprache und Kultur nicht nur vermitteln, sondern sie geradezu dafür begeistern? „Indem man den Schulunterricht kurzerhand ins Kino verlegt“, so lautet die Antwort des französischen Jugend- und Schulfilmfestivals „Cinéfête“.

Das Festival geht auf eine Initiative der Arbeitsgemeinschaft Kino und des deutsch-französischen Kulturinstituts Deutschland vor 15 Jahren zurück. Das Konzept: Ein Jahr lang tourt eine Auswahl von sechs bis acht französischen Filmen in Originalversion mit deutschen Untertiteln durch deutsche Kinos und begeistert Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland. Bereits im ersten Jahr war das Festival mit über 70.000 Zuschauern ein voller Erfolg und zählt in den letzten Jahren regelmäßig mehr als 100.000 junge Zuschauer in über 100 Städten.

Auch in Aachen ist das Konzept bereits seit vielen Jahren ein Erfolgsgarant. In diesem Jahr findet Cinéfête vom 23. bis zum 27. November im Apollo Kino in Kooperation mit dem Institut Français Aachen statt. „In den vergangenen Jahren haben wir im Rahmen des Festivals bis zu 84 Filmvorstellungen in der Woche mit bis zu 1700 Zuschauern gegeben. Das liegt vor allem an unserem großen Einzugsgebiet, das bis nach Wegberg und in den Kreis Heinsberg hinein reicht“, sagt Simon Kluge, Theaterleiter im Apollo Kino.

Für den Erfolg von Cinéfête seien einerseits die ausgewogene Auswahl der Filme, andererseits aber auch die unterrichtsbegleitenden Materialien verantwortlich, die Lehrer zur Vor- und Nachbereitung des Kinobesuchs zur Verfügung gestellt würden, so Dr. Angelika Ivens, Direktorin des Institut Français Aachen. So gibt es zu jedem gezeigten Film ein pädagogisches Begleitheft, das die Vor- und Nachbereitung der Filme in Bezug auf sprachliche und interkulturelle Fragen begleitet. Ein Gesamtpaket, das sowohl Lehrer als auch Schüler ansprechen soll. Auch bei der Auswahl der Filme ist für jeden Geschmack und jedes Alter etwas dabei.

So erstreckt sich die Auswahl in diesem Jahr vom Animationsfilm über Drama und Komödie bis hin zum Dokumentationsfilm. Bisher seien bereits 600 Anmeldungen beim Apollo Kino eingegangen. Das liegt wohl auch an der Wahl eines für viele Schüler und Lehrer passenden Zeitfensters. „Wir hoffen, dass sich noch viele Schulklassen bei uns anmelden, die den Besuch im Kino vielleicht auch mit einem Besuch des Weihnachtsmarktes verbinden wollen“, so Kluge. Auch die Eintrittspreise seien mit drei Euro pro Person erschwinglich.

Das Jugendfilmfestival Cinéfête biete die einzigartige Möglichkeit, Bildung mit Unterhaltung zu verknüpfen und sich der französischen Kultur durch den zeitgenössischen Film anzunähern. Denn – so Ivens: „Wer keine französischen Filme kennt, kennt Frankreich nicht“.

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