Franziskanerinnen sammeln für die Sibirienhilfe

Von: Kristina Toussaint
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Aachen. Seit fast 20 Jahren unterstützen die Armen-Schwestern vom heiligen Franziskus die Caritasarbeit in Westsibirien. Die diesjährige Adventsaktion soll vor allem den Migrantenfamilien in der Zielregion zugutekommen.

„Der Versuch, Wunden zu heilen, entspricht dem Charisma unseres Ordens, nicht nur in Aachen und Deutschland, sondern in der ganzen Welt“, erklärt Schwester Maria Ursula Schneider von den Aachener Franziskanerinnen.

Seit 1995 wird geholfen

Im Zweijahresrhythmus erhält die Spendenaktion „Sibirienhilfe“ Unterstützung durch den Männerchor Fortissimo Euregio. Unter der Leitung von Ludwig Pitz fand am 6. Dezember ein gemeinsames Benefizkonzert mit dem Breinig-Schevenhütte-Chor statt, durch das zusätzlich 1000 Euro für das Projekt gesammelt werden konnten.

Seit 1995 unterstützen die Armen-Schwestern die Finanzierung der Caritas-Arbeit in den Regionen Omsk, Novosibirsk und Altai mit jährlichen Spendenaufrufen. Seit 2008 steht die Hilfe der Ordensgemeinschaft unter dem Dach des Fördervereins „Sibirienhilfe“. Da es in der Zielregion keine Möglichkeiten zur Refinanzierung der Sozialarbeit gibt, ist die Sicherung des Projektes vor allem von Spenden abhängig.

Die alljährliche Adventsaktion soll in diesem Jahr besonders auf die missliche Lage von Migrantenfamilien in Sibirien aufmerksam machen. Die Familien kommen aus den südlichen Staaten der ehemaligen Sowjetunion wie Usbekistan und Tadschikistan. Sie hoffen, der Armut in ihrer Heimat zu entkommen und in Sibirien Arbeit zu finden. Tatsächlich landen sie in großer Armut.

Die Schwester kennt aus ihrer Zeit in Sibirien ein weiteres großes Problem: Dass alle Familienmitglieder zur Arbeit geschickt werden habe leider auch zur Folge, dass weniger Wert auf die Schulbildung der Kinder gelegt werde. Viele Kinder verschlafen den Schulbeginn, weil sie nachts auf dem Markt helfen müssen, oder werden gar nicht an einer Schule aufgenommen, weil sie kein Russisch sprechen. Hier setzt die Unterstützung der Caritas an: In den Kinderzentren der Region können die Kinder Sprachkurse belegen.

Medikamente und Kleidung

Die Caritas versorgt die Menschen vor Ort auch mit Medikamenten und Kleidung. Viele Familien kommen in der Hoffnung nach Russland, dort medizinische Versorgung zu erhalten, die ihnen dann aber vom Staat meist nicht gewehrt wird.

Schwester Jakubowitz freut, dass die Migrantenfamilien auch viel zurückgeben und bereitwillig helfen, wenn die Vorbereitung eines Festes oder ein Großreinemachen in den Einrichtungen anstehen.

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