Franziska-Schervier-Stube wird 20 Jahre alt

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Aachen. Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens der Franziska-Schervier-Stube wird vom 15. bis 20. Juni eine Festwoche stattfinden.

 Neben einem besonderen Frühstücksangebot für die Gäste der Einrichtung wird am 18. Juni ein Projekttag für 180 Aachener Grundschüler sowie am Abend ein Benefizkonzert im Aachener Rathaus stattfinden.

Während des Projekttages mit 180 Schülern der Aachener Domsingschule werden die Ordensschwestern gemeinsam mit den Kindern verschiedene Unikate wie Stoffbeutel, Kerzen und Schlüsselanhänger erstellen, die im Anschluss an das Benefizkonzert verkauft werden. Darüber hinaus erhalten die Kinder einen Einblick in den Klosteralltag oder lernen bei einer Klosterrallye durch die Innenstadt verschiedene spirituelle Orte kennen.

Am Abend des 18. Juni findet dann im Krönungssaal des Rathauses um 19 Uhr unter dem Motto „Jung und Alt gemeinsam gegen Armut“ ein Benefizkonzert statt. Gemäß dem Motto werden Sänger verschiedener Generationen gemeinsam für den guten Zweck singen. Mitwirkende sind der Mädchenchor am Aachener Dom, capella-a-capella sowie der St. Marien-Gesangverein.

Seit Gründung der Ordensgemeinschaft vor 170 Jahren ist es ein vornehmliches Anliegen, Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten zu helfen. So gab es bereits zu Zeiten der Ordensgründerin Franziska Schervier die sogenannte Armenspeisung. Bis Januar 1994 wurde diese in der Toreinfahrt abgehalten. Die Speisung wurde allerdings zunehmend dadurch gestört, dass die Besucher immer wieder von den Bänken aufstehen mussten, wenn Autos die Toreinfahrt passierten. Nach mehrmonatigen Umbauarbeiten konnte im Jahr 1995 die Franziska-Schervier-Stube eröffnet werden. Die Räume befinden sich innerhalb des Klostergebäudes, der Zugang erfolgt weiterhin über das große Tor in der Kleinmarschier-straße. 36 Gäste finden dort gleichzeitig Platz, außerdem verfügt die Einrichtung über Sanitärräume für Frauen und Männer. Eine Kleiderkammer rundet die Versorgung ab.

Montag bis samstags wird von 8.15 bis 11.30 Uhr ein Frühstück angeboten. Die Gäste zahlen hierfür einen symbolischen Betrag von 50 Cent. Zu den Besuchern gehören Wohnungslose, Menschen mit niedriger Sozialhilfe, Suchtkranke, Arbeitslose oder auch stark Vereinsamte. Die Zunahme der Altersarmut ist auch anhand der Besucher der Stube zu erleben. Der überwiegende Teil der Gäste sind Männer im Alter zwischen 20 und 75 Jahren. Täglich besuchen die Stube etwa 80 bis 100 Personen.

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