Frankl-Schüler trotzen Nebel und Kälte

Von: Ines Kubat
Letzte Aktualisierung:
6404661.jpg
Mit ganz viel Schwung im Dienst der guten Sache: Die Mädchen und Jungen beteiligten sich begeistert am Handi-Kap-Cup auf dem Gelände der Viktor-Frankl-Schule. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Noch zogen die letzten Nebelschwaden über den nassen Rasen und brachten selbst wetterfeste Naturbegeisterte dazu, ihre Jacke noch ein wenig enger zu ziehen. Doch weder Nebel noch Kälte konnte die Schüler der Viktor-Frankl-Schule davon abhalten, beim Handi-Kap-Cup für einen guten Zweck Spenden zu sammeln.

Es war ein Sponsorenlauf, der normalerweise im Sommer im Burtscheider Ferberpark mit anschließendem Schulfest stattfindet; diesmal jedoch wurde die Veranstaltung wegen des Wetters auf das Schulgelände verlegt. Auf einer rund 350 m langen Strecke erkämpften sich die Schüler Meter um Meter, denn für jede vollendete Runde spendeten die Sponsoren einen gewissen Betrag an die Bildungseinrichtung.

Hilfsmittel sind erlaubt

Doch der Handi-Kap-Cup ist kein gewöhnlicher Sponsorenlauf ist: An der Viktor-Frankl-Schule werden Mädchen und Jungen mit körperlichen und motorischen Behinderungen unterrichtet. Daher können sich einige von ihnen nur sehr eingeschränkt bewegen, sitzen im Rollstuhl, gehen an Rollatoren oder bewegen sich liegend fort. Als Ausgleich für ihre Einschränkungen dürfen sie sich deshalb ihrer individuellen Hilfsmitteln bedienen, die ihnen die Teilnahme an dem Lauf ermöglichen, erklärte Schulleiterin Birgit Jahn. Trotz Hilfsmittel bedeute die Teilnahme an einem solchen Lauf für einige große körperliche Anstrengungen. Deshalb freute sich Jahn, dass auch in diesem Jahr wieder wirklich jedes Kind der Schule von der ersten bis zur zehnten Klasse mitmachte.

Sobald der Startschuss gefallen war, rannten und fuhren die Mädchen und Jungen so schnell es ihre Kraft erlaubte und freuten sich über jeden Stempel, wenn sie eine Runde absolviert hatten. Sie haben nämlich ein gemeinsames Ziel: von dem gesammelten Geld sollen im Schulgarten ein großes Schachfeld und eine Boulebahn gebaut werden.

Während manche noch Runde um Runde für diese neuen Freizeitangebote schwitzten, nutzten viele Gäste auch die zahlreichen Stationen des Schulfestes. Von Luftballon-Rasieren, über Tüten-Angeln bis hin zum Stand mit den neuesten Schülerzeitungen, gab es ein umfangreiches Angebot, das auf spielerische Weise Geschicklichkeit und Kreativität bei Klein und Groß herausforderte. Wenn man beobachtete, mit welchem Engagement sich die Schüler füreinander einsetzten und dabei von Freunden und Mitschülern beim Vollenden so mancher Runde unterstützt wurden, wurde schnell deutlich, dass sich Lehrer, Schüler und Angehörige der Schule das Motto des Namensgebers Frankl zu Herzen nehmen: „Ich habe den Sinn meines Lebens darin gesehen, anderen zu helfen“.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert