Frankenberger Viertel: Ärger über die neuen Parkregeln

Von: Marie Eckert
Letzte Aktualisierung:
12378636.jpg
Das Bewohnerparken erhitzt die Gemüter: Während sich viele Anwohner des Frankenberger Viertels über freie Parkplätze freuen, sind etliche Gewerbetreibende sauer. Foto: Harald Krömer

Aachen. Seit sechs Wochen gibt es im Frankenberger Viertel das Bewohnerparken, evaluiert werden soll es in einem halben Jahr. Trotzdem standen die Auswirkungen schon jetzt auf der Tagesordnung des Bürgerforums – mit durchwachsenen Reaktionen.

 Diskussionsbedarf gab es vor allem von Seiten der Gewerbetreibenden aus dem Quartier.

Die sind nämlich keine Anwohner und somit nicht mehr berechtigt, kostenlos im Frankenberger Viertel zu parken. Das stieß einigen Anwesenden, die zwar nicht im Viertel wohnen, aber dort arbeiten, sauer auf – zumal, so ihre Beobachtung, die Parkplätze von den Bewohnern überwiegend abends und nachts gebraucht würden. Tagsüber seien viele Plätze leer, während Gewerbetreibende und Angestellte auf umliegende Parkplätze ausweichen müssten.

Die Verwaltung wies darauf hin, dass nur Ausnahmeregelungen gewährleistet werden können. Der Mobilitätsausschuss hat solch eine Ausnahmegenehmigung für Gewerbetreibende jedoch abgelehnt. Begründung: Es sei schwierig, die Grenze zwischen Berechtigten und Nichtberechtigten zu ziehen, außerdem verschlechtere sich bei einer Ausweitung des Berechtigungskreises die Bilanz zwischen Parkplätzen und ausgegebenen Parkausweisen. Ye-One Rhie (SPD) wies darauf hin, dass es dieses Problem in allen Parkzonen gebe. Achim Ferrari (Grüne) betonte, es sei gewollt, dass die Bewohner bevorzugt werden.

Positive Berichte von Anwohnern

Die Ausschussmitglieder stimmten dem Vorschlag der Verwaltung zu, das Bewohnerparken im Frankenberger Viertel nach einem halben Jahr zu evaluieren, die Ergebnisse dem Mobilitätsausschuss, der Bezirksvertretung Mitte und dem Bürgerforum vorzustellen und gegebenenfalls die Ausnahmeregelung für Gewerbetreibende nochmals einzubringen.

Ein weiterer Kritikpunkt war die hohe Anzahl und Dichte von Parkautomaten – diese ergibt sich laut Verwaltung durch die Örtlichkeiten und Standards. Das heißt: Die Automaten müssen nicht nur gut sichtbar, schnell erreichbar und sicher, sondern auch für die verschiedenen Zonen geeignet sein. In Frankenberg gibt es die Parkzone „V“ und „Z“, jede benötigt separate Parkautomaten.

Ansonsten freute sich die Verwaltung über positive Berichte verschiedener Anwohner, die sich zufrieden darüber zeigten, dass sie schneller einen Parkplatz in der Nähe ihrer Wohnung fänden und allgemein weniger Lärmbelästigung zu verzeichnen sei.

Die Frage, ob an der Jülicher Straße an der Einmündung Talbotstraße eine zusätzliche Bushaltestelle eingerichtet werden kann, wurde vom Bürgerforum an den Mobilitätsausschuss weitergegeben. Beantragt wurde der zusätzliche Haltepunkt vom Hörgeschädigtenzentrum (HGZ) an der Talbotstraße. Im Moment beträgt die Entfernung von der Bushaltestelle „Talbot“ in Fahrtrichtung Bushof zum HGZ 600 Meter, in der Gegenrichtung 525 Meter. Stadt und Aseag lehnen eine neue Haltestelle ab – wegen der Kosten von mindestens 20.000 Euro pro Fahrtrichtung und der längeren Fahrtzeit durch den zusätzlichen Halt.

Leserkommentare

Leserkommentare (2)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert