Aachen - Frankenberger Viertel: 30 Euro erhöhen Chance auf Parkplatz?

Frankenberger Viertel: 30 Euro erhöhen Chance auf Parkplatz?

Von: Regine Beyss
Letzte Aktualisierung:
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Parkscheine werden deutlich teurer.

Aachen. Vor zwölf Jahren scheiterte der Versuch, im Frankenberger Viertel das Bewohnerparken einzuführen. Damals lehnten die Bürger einen Antrag ab. „Inzwischen hat sich die Situation geändert”, sagt Roland Jahn von den Grünen, Vorsitzender des Mobilitätsausschusses.

„Der Parkdruck ist enorm, und das Viertel ist eingekesselt von Bewohnerparkzonen.” In der nächsten Sitzung des Stadtrats wollen die Fraktionen von CDU und Grünen deshalb einen Antrag auf Bewohnerparken stellen.

Obwohl die CDU dieser Idee jahrelang mehr als kritisch gegenüberstand, besteht für Gaby Breuer, verkehrspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, nun Handlungsbedarf. „Aufgrund der Parkzonen in der gesamten Innenstadt findet ein Verdrängungsprozess statt”, so Breuer. „Viele Angestellte parken zum Beispiel im Bereich der Oppenhoffallee kostenlos und ohne Zeitlimit.” Diese Parkplätze gingen für die Anwohner verloren.

„Außerdem gibt es hier kaum Garagen, die Anwohner sind auf die Stellplätze auf der Straße angewiesen”, so Breuer. Das Bewohnerparken würde den Anwohnern bessere Chancen auf einen Parkplatz geben. Die entsprechenden Ausweise kosten 30 Euro im Jahr.

Besucher des Viertels müssten dann allerdings Parkgebühren zahlen. „Natürlich gibt es aus diesem Grund kritische Stimmen von den Berufstätigen und den Gaststättenbetreibern”, gibt Breuer zu. „Aber wir können nicht alle zufrieden stellen.” Berufstätige könnten auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen und das Gaststättengewerbe hätte auch mit den derzeitigen Parkproblemen zu kämpfen.

Das Bewohnerparken sei genau die richtige Antwort auf die Parkprobleme, findet Ronald Jahn auch wenn in so manchem Bewohnerparkbereich die Zahl der ausgestellten Ausweise die der Parkplätze deutlich übertsiegt. „Es ist städtische Aufgabe, dafür zu sorgen, dass das Parken geregelt abläuft und in anderen Stadtvierteln haben wir damit Erfolg.” So werden zur Zeit Bewohnerparkzonen an der Nizzaallee, am Rolandplatz und in der Thomashofstraße realisiert. Rund um den Blücherplatz ist ebenfalls ein Konzept in Planung. Im Zuge dessen möchte die Koalition aus CDU und Grünen auch die Umsetzung des Bewohnerparkens im Frankenberger Viertel voran treiben. „Bis Ende 2012 soll das Projekt beendet sein”, hofft Jahn.

Den Vorwurf, dass die Stadt mit den Bewohnerparkzonen den Haushalt sanieren wolle, lässt Roland Jahn nicht gelten. „Das ist ein Nullsummenspiel. Wir müssen dafür ja zunächst einmal Geld in die Hand nehmen.” Rund 40.000 Euro kostet die Einführung einer solchen Zone. Dazu soll das Frankenberger Viertel in drei Bezirke aufgeteilt werden. Nach der Planungsphase werden die Bürger informiert. Erst danach kann der entsprechende Beschluss gefasst werden.
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