Fotos zeigen die ganz besonderen Seiten Afrikas

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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Eröffnung der Ausstellung „African Kids“: In der Bibliothek der Heinrich-Heine-Gesamtschule zeigen Thomas Müller (Fotograf der Fotos aus Calais), Alexandra Lünskens (Barockfabrik) und Hartwig Hillebrand (Heinrich-Heine-Gesamtschule) Bilder aus Afrika. Foto: Andreas Steindl

Laurensberg. Afrika ist bunt, vielfältig, uralt und modern zugleich. Ein Land voller Gegensätze, das nicht selten mit negativen Vorurteilen behaftet ist. In der Ausstellung „African Kids“ zeigt die Heinrich-Heine-Gesamtschule in Kooperation mit der Barockfabrik, dass der Kontinent unzählige Facetten hat.

Die Ausstellung basiert auf dem gleichnamigen Buch des deutsch-niederländischen Autors Lutz van Dijk, in dem der zwölfjährige Junge Sive als Protagonist den Leser durch das Township „Masiphumelele“ führt, eines der ärmsten Townships von Kapstadt. Die Fotos greifen Momente auf und geben dem Betrachter einen Einblick in Sives Lebens, in dem er – wie jeder andere Junge auch – gerne Fußball spielt und einfach Kind ist.

Doch unbeschwerte Stunden können bei weitem nicht alle Kinder erleben. Aids ist mit 25 Prozent nach wie vor die häufigste Todesursache Südafrikas. Da gehört das zweimal tägliche Tablettenschlucken für viele Menschen zur Tagesordnung. „Die Bilder zeigen trotz mancher nachdenklicher Aufnahmen Perspektiven auf“, erzählt Alexandra Lünskens, Leiterin der Barockfabrik und ergänzt: „Natürlich ist es immer noch nicht ganz einfach, aber es werden Wege der Hoffnung gefunden und die Kinder können ausgelassen spielen und Spaß haben.“

Ergänzt wird die Ausstellung mit Bildern des Fotografen Dr. Thomas Müller vom Kulturbetrieb der Stadt Aachen, der mehrfach in Calais war und Fotos aus dem „Jungle“ von Calais präsentiert. „Ich habe auf meinen Reisen durch das europäische Township am Rande des Eurotunnels viele Menschen gesehen, die auf eine Möglichkeit hoffen, nach Europa einzureisen. Calais steht sinnbildlich für das Scheitern Europas sowie für Schutz und nach Hilfe suchenden Menschen, die hoffen, anderswo eine Perspektive zu bekommen“, erklärt Müller. Das Elend in Calais ist vergleichbar mit dem in den ärmsten Gegenden Kapstadts.

Für Schulleiter Hartwig Hillebrand passt die Ausstellung perfekt in das Konzept der Schule, wie er betont: „Unsere Schule ist eine Schule der Vielfalt und der Kulturen. Gerade über den Kontinent Afrika herrschen viele Vorurteile und eine Menge Unwissen. Dabei sind vor allem in das politische Geschehen auch immer westliche Länder involviert. Ich hoffe, dass die Schüler die Ausstellung positiv aufnehmen und ein realistisches Bild ohne Vorurteile über dieses Land bekommen.“

Die Ausstellung „African Kids“ kann bis zum Schulfest am 4. Juni in der Bibliothek der Heinrich Heine Gesamtschule, Hander Weg 89, besucht werden.

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