Fotografieren statt „Knipsen“ ist angesagt

Von: Leon Heckmann
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Laden zur Fotoausstellung und zum Mitmachen bei der Fotografischen Vereinigung: Axel Göcke und Beate Blüggel. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Seit mittlerweile 62 Jahren organisieren sich Aachener Hobbyfotografen in der Fotografischen Vereinigung der Volkshochschule Aachen. Der traditionsreiche Fotoclub präsentiert anlässlich dieses Jubiläums bis zum 19. Oktober eine Ausstellung im Forum der VHS.

Gezeigt wird ein Querschnitt durch das thematische Programm des Vereins der letzten zwei Jahre. Der wohl größte und älteste Zusammenschluss von Amateurfotografen in Aachen und Umgebung lädt hierzu besonders Hobbyfotografen ein, die mehr aus ihren Bildern machen wollen. Gegründet am ersten April 1951, richtet sich die Vereinigung, schon damals organisiert über die VHS, früher wie heute an „ernsthafte Amateure“, Hobbyfotografen, welche ihr Hobby ernst nehmen.

Neue Perspektiven entdecken

Der Verein trifft sich alle zwei Wochen unter einem Oberthema in der VHS und möchte auf diesen Treffen die Gelegenheit geben, mit Gleichgesinnten über eigene, mitgebrachte Fotos zu diskutieren, Kritik zu äußern und neue Perspektiven aufzuzeigen. Hierbei ist vor allem bei den älteren Clubmitgliedern die klassische, analoge Kamera keineswegs gestorben. Zudem versucht der Verein halbjährlich Exkursionen zu organisieren, auch hiervon sind Werke in der Ausstellung zu sehen.

Der technische Fortschritt hat auch die Fotografie vollkommen verändert. Während die ca. 40 Gründungsmitglieder der Vereinigung im Jahre 1951 noch mit sehr teuren und unhandlichen Plattenkameras auf Motivsuche gingen, ist das Fotografieren heute zu einer Massenkultur für jedermann geworden. Seit besonders im Verlauf der letzten zehn Jahre die Preise für Kameras stark gesunken sind und heute jedes Handy Fotos schießen kann, hat die Fotografie als Kunst und Hobby für Axel Goeke, aktives Mitglied der Vereinigung und Ansprechpartner für Interessenten, in der Öffentlichkeit an Wert verloren, der Verein beklagt sinkende Mitgliederzahlen.

Waren es 1999 noch 21 ambitionierte Hobbyfotografen, kommen heute immer weniger neue Interessierte zu den Themenabenden, ein großer Teil der Mitglieder gehört der Vereinigung bereits seit vielen Jahren an. Auf der Suche nach Nachwuchs versucht die Vereinigung, Amateurfotografen den Weg vom wahllosen „Knipsen“ hin zum durchdachten Fotografieren aufzuzeigen, um gemeinsam Qualitätsstandards für die eigenen Fotos setzen zu können. So stehen bei den Themenabenden ungewöhnliche und abstrakte Themen und Perspektiven im Vordergrund, um Bilder jenseits des Alltäglichen zu ermöglichen. Der Fotoclub möchte Interessierten die Gelegenheit bieten, durch das Hinterfragen von Motiven und Bildern viel zu lernen, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und ganz neue Perspektiven und Motive zu entdecken.

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