Aachen - Foto-Ausstellung im Klömpchensklub: Die besonderen Alemannia-Momente

Foto-Ausstellung im Klömpchensklub: Die besonderen Alemannia-Momente

Von: red
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Alemannia im Tivoli und auswärts: Jérôme Gras hat viele emotionale Momente der Schwarz-Gelben mit der Kamera festgehalten. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Pokalfinale, Europapokal, Bundesliga: Die ganz großen Fußballzeiten gehören in Aachen vorerst leider der Vergangenheit an, die Gegenwart heißt Regionalliga West. In einer Liga, bei der in der vergangenen Saison der Zuschauerschnitt von der Hälfte aller Vereine nicht mal vierstellig war, pilgerten durchschnittlich über 6500 Fans pro Spieltag an den Tivoli.

Doch woher kommt die Faszination, die noch immer rund um den 117 Jahre alten „Klömpchensklub“ besteht? Emotionale Fans, Spieler, die mit Leidenschaft den Adler auf der Brust tragen und ein professionelles Umfeld, das außerhalb der Profiligen seinesgleichen sucht, sind sicherlich ein wichtiger Teil davon.

Dies alles, gepaart mit zum Teil bisher unveröffentlichten, tiefen Einblicken in das Innerste Alemannias, die dem normalen Fan selten gewährt werden, zeigt „Joe“ Jérôme Gras unter dem Titel „4.Liga – na und?!“ bis zum 17. Dezember im Foyer des Tivoli am Klömpchensklub.

Für den im WM Sommer 1990 in Jülich geborenen Jérôme Gras, den nicht nur in Aachen alle einfach „Joe“ nennen, war es bereits im Kindesalter klar, dass er beruflich in die Welt der Medien eintauchen wollte. Nach seinem Abschluss an der Realschule Hürtgenwald, in deren Zeit er mit Klassenkameraden kleinere Filme drehte und damit bundesweit verschiedene Preise gewann, besuchte er das Berufskolleg für Technik in Düren, bevor er eine Ausbildung als Mediengestalter Bild und Ton begann.

Da sich die Berufe des Mediengestalters und des Fotografen ähneln, wurde in „Joe“ schnell die Leidenschaft des Fotografierens geweckt. Eher durch Zufall bekam er die Gelegenheit, im Auftrag der Alemannia Bilder zu erstellen, und konnte dort schnell weitere Kontakte knüpfen.

Heute arbeitet er freiberuflich als Mediengestalter, beispielsweise für eben jene Alemannia, den Volleyball-Bundesligisten SWD Powervolleys Düren oder unsere Zeitung und wird regelmäßig von weiteren Tageszeitungen im In- und Ausland gebucht.

„4. Liga – na und?!“ ist „Joes“ zweite Soloausstellung. Erst im vergangenen Jahr konnte er mit „Willkommen in Hürtgenwald“ im Rathaus seiner Heimatgemeinde erste Erfolge feiern. So waren damals ein Großteil seiner Bilder bereits lange vor Ende der Ausstellung verkauft.

Für seine aktuelle Ausstellung durchsuchte er – seit 1998/1999 Fan der Kartoffelkäfer und erstmalig 2012/2013 für selbige an der Kamera – sein Archiv mit etwa 72.000 Alemannia-Bildern und ließ die thematisch ausgewählten Motive auf Alu-Dibond drucken. So entstand eine Mischung, die nicht nur eingefleischten Fans gefallen wird.

„Der Reiz in den Bildern besteht für mich darin, dass diese in keiner weise geplant waren, und so etwas auch nicht geplant werden kann. Wenn ein jubelnder Spieler nach einem Tor zufällig vor meiner Kamera kniet, hab‘ ich nur eine einzige Chance diesen Augenblick festzuhalten“, erläutert er seine Arbeitsweise. Auf Fotobearbeitungsprogramme verzichtet er nahezu komplett. Und er sagt: „Mein Dank geht an die Aachener Stadion Beteiligungs GmbH, das diese mir ermöglicht als erster überhaupt so etwas im Tivoli auf die Beine zu stellen.“

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