Forderung: Gute Arbeit, gerechte Löhne

Von: pm
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Aachen. Unter das Motto „Wir gehen vor!” hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) seine Aktionen zum Tag der Arbeit gestellt.

In Aachen geht der Demonstrationszug am Samstag, 1. Mai, um 10 Uhr am DGB-Haus in der Dennewartstraße los. Begleitet von einer Jazz-Band, geht es über Kaiser- und Friedrich-Wilhelm-Platz in Richtung Markt. Dort beginnt gegen 11 Uhr die Kundgebung. Es spricht Claus-Harald Güster aus dem Bundesvorstand der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Die Begrüßungsworte kommen vom Regionsvorsitzenden des DGB, Ralf Woelk. Als gewerkschaftliche Kernforderungen nennt er „gute Arbeit, gerechte Löhne und einen starken Sozialstaat”. Die Liste der von Woelk kritisierten Punkte reicht von der „Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse” über die „Rente mit 67” und die „Kopfpauschale” bis zur „Lohndrückerei im öffentlichen Dienst”. Als regionales Beispiel für den letzten Punkt zieht der Gewerkschafter das Medizinische Zentrum in Würselen heran, das „in einen betriebsfremden Arbeitgeberverband flüchtet”, so Woelk. Kritik übt er auch an der Stadt Aachen und ihrem Umgang mit dem Stadttheater: „Erstmals” seien „die Tariferhöhungen nicht in die Haushaltsplanung eingebettet” worden und würden jetzt als „finanzielle Schwierigkeiten” dem Theater zu Lasten gelegt. „Hochschulpolitisch schwärmt man von der ersten Liga, kulturpolitisch bereitet man den Abstieg vor”, formuliert Woelk hierzu.

Nach den Reden gibt es am Samstag ab 11.45 Uhr ein „Familienfest” auf dem Markt. Beiträge liefern unter anderem der „Circus Gioco”, das Theater Aachen und die Band „Lagerfeuer”. Bitten der SPD, der Linken und der Piratenpartei um Redezeit und Standplätze habe man abgelehnt, so Woelk auf Nachfrage. Lediglich die Jusos dürfen „aus Tradition” ihre Flyer unters Volk bringen. Unmittelbar vor der Landtagswahl will Woelk zwar keine Wahlempfehlung geben. Er „warnt” aber „vor rechten Demagogen”. Der hiesige DGB-Chef sagt zudem, dass die FDP für Gewerkschafter „nicht wählbar” sei und schiebt hinterher: „Alles ist besser als Schwarz-Gelb.
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