Förderverein Integration: Fußball macht die Mädchen richtig stark

Von: Svenja Pesch
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Dribbeln was die Beine hergeben: Dank des Fördervereins Integration durch Sport lernen die Mädchen jetzt an der Grundschule Luisenstraße nicht nur Fußballtricks, sondern auch Selbstbewusstsein und Kameradschaft. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Manch ein Mädchen entpuppte sich beim Spielen mit dem Ball als echtes Fußballtalent. Gekonnt wurden Pässe zugespielt und erste kleine Tricks einstudiert. An der katholischen Grundschule Luisenstraße ist das kein seltenes Bild. Dort erhalten 37 Mädchen der ersten bis vierten Klasse seit September letzten Jahres einmal wöchentlich Fußballtraining.

Möglich macht das der Förderverein Integration durch Sport. „Nach der Schließung der Grundschule in der Barbarastraße freuen wir uns, dass wir nun hier Mädchen stärken können“, erzählt Uschi Brammertz, Geschäftsführerin des Vereins und ergänzt: „Viele der Kinder kommen aus teilweise schwierigen sozialen Umfeldern. Innerhalb der Mädchen-Fußball-AG lernen sie nicht nur als Team zu agieren, der Sport stärkt zudem ihr Selbstbewusstsein und fördert die Entstehung von Freundschaften.“

Unter der Leitung von Leonie Rinke, die aktuell ihr freiwilliges soziales Jahr absolviert, lernen die kleinen Fußballerinnen, wie man mit dem Ball umgeht und fair die Spiele meistert. Insgesamt sechs Grundschulen aus Aachen werden im Rahmen des Projektes „Mädchen mittendrin – mehr Chancen für Mädchen durch Fußball“ gefördert. Schülerinnen mit und ohne Migrationshintergrund spielen die bekannteste Sportart der Welt. Eine Sache, die gut ankommt. Das merkte auch Elisabeth Wiedenstritt, Schulleiterin der Grundschule Luisenstraße, recht schnell: „Als die Möglichkeit aufkam, auch an unserer Schule eine Mädchen-Fußball-AG zu gründen, war ich von der Idee sofort begeistert.

Es hat auch gar nicht lange gedauert, bis die ersten Schülerinnen großes Interesse gezeigt haben. Darum freut es mich umso mehr, dass die Motivation und der Spaß am Fußball die Mädchen nachhaltig zusammenschweißt“, betont sie. Für einige der Kinder wäre es ohne den Förderverein überhaupt nicht möglich, Mitglied in einem normalen Sportverein zu sein. Und da das Fußballangebot des Vereins nicht mit Ende der Grundschulzeit aufhört, können interessierte Mädchen sich an weiterführenden Schulen zu Fußballassistentinnen ausbilden lassen und eine Trainerlizenz erwerben.

„Die Stärke und das Selbstbewusstsein, das die Mädchen innerhalb des Sports bekommen, nutzen sie positiv für ihr ganzes Leben. Sowohl im Unterricht, als auch in der Freizeit profitieren sie von dem Angebot. In dem Zusammenhang ist es ebenfalls wichtig, dass sich weiterhin fußballbegeisterte Mädchen finden, die Interesse daran haben, bei uns ein freiwilliges soziales Jahr zu absolvieren“, so Brammertz.

Wer darab Interesse hat, kann eine Mail an integrationdurchsport@t-online.de schicken.

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