Aachen - Förderschulen: Am Kurbrunnen kein fließender Übergang

Förderschulen: Am Kurbrunnen kein fließender Übergang

Von: Thorsten Karbach
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Zukunft ungeklärt: Das Schulhaus am Kurbrunnen steht ab Sommer leer. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Wird am Kurbrunnen Geld in die städtischen Kassen gespült? Oder schwappt eine neue Welle Kinder in das alte Schulhaus am Bahndamm? Nachdem der Rat der Stadt im November beschlossen hatte, die Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen Am Kurbrunnen, Am Kennedypark und Beginenstraße zu schließen, stattdessen die Förderschule Am Rödgerbach in Forst zu vergrößern und zunächst einen Teilstandort im Schulhaus Beginenstraße zu belassen, liegen nun die finanziellen Auswirkungen der bis dato größten Umstrukturierung der Aachener Förderschulen vor.

Sie wird 102.980 Euro kosten, wobei die Stadt das Geld aus frei werdenden Posten im Haushalt abgreifen kann und laut Verwaltung keine Mehrbelastung entsteht.

Fest steht auch, dass das Gebäude am Kurbrunnen als einziges frei wird. Die Förderschule Walheim zieht zwar in das Schulhaus am Kennedypark, teilt sich aber ohnehin das Gebäude mit der örtlichen Grundschule. Die bleibt. Und die Beginenstraße wird wie beschrieben als Teilstandort erhalten. Nur die Schule Am Kurbrunnen steht bislang ohne neue Nutzung da. „Es gibt keine spruchreife Option, alles ist denkbar“, erklärt Björn Gürtler vom städtischen Presseamt. Auch ein Verkauf.

Apropos Geld: Die große und damit kostspieligste Herausforderung der Umstrukturierung – oder besser Zusammenlegung der Schulen, auch wenn diese formal so nicht genannt werden darf – liegt in der Anpassung der Systeme der vier Schulen. So besuchten die Kinder und Jugendlichen am Kennedypark eine Ganztagsschule mit entsprechendem Angebot. Das soll nun auch Am Rödgerbach aufgebaut werden. Mit dem Schuljahr 2014/2015 soll ab Klasse 5 dort als Ganztagsschule gearbeitet werden.

Bis dahin wird in der Schule an der Forster Sonnenscheinstraße wie bisher ein Offenes Ganztagsangebot (OGS) fortgeführt. Eine Elternbefragung ergab einen Bedarf von 66 Plätzen bei rund 230 Schülern. 23 Kennedypark-Schülern aus der Sekunderstufe I, die an den Rödgerbach wechseln, werden zwei städtisch finanzierte Nachmittagsgruppen in Kooperation mit der Offenen Tür Driescher Hof eingerichtet. Die Kosten werden auf 86 400 Euro beziffert.

Angeboten wird auch einer Übermittagsbetreuung, wobei 76.500 Euro aus dem Landesprogramm „Geld statt Stelle“ für die drei schließenden Schulen wegfallen. Es bleiben 15.000 Euro der Schule Am Rödgerbach. Stattdessen will die Stadt nun selbst 16.580 Euro beischießen. Ob und wie viel Geld Am Kurbrunnen fließen wird bleibt offen – auch am Donnerstag, wenn der Schulausschuss um 17 Uhr im Verwaltungsgebäude Mozartstraße das Thema auf der Tagesordnung führt.

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