Aachen - Förderschule Walheim ist jetzt im neuen Gebäude in der Elsassstraße

Förderschule Walheim ist jetzt im neuen Gebäude in der Elsassstraße

Von: Marie Eckert
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Sind vom Konzept überzeugt: von links Architekt Harald Sprenker, Schulleiter Thomas Weinen, Stephan Vreydal, Michael Lux, Susanne Jentges und Karl-Josef Mathar. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Die ehemalige Förderschule Walheim ist gut angekommen – in ihrem neuen Gebäude in der Elsassstraße und auch näher an den Wohnorten ihrer Schüler. Die kommen nämlich größtenteils aus der Innenstadt und mussten nach Walheim gebracht werden.

Nun ist die Schule für viele Grundschüler ums Eck und heißt „Städtische Förderschule Elsassstraße mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung“.

Auf drei Stockwerken befinden sich die Klassenzimmer für die Erst- bis Viertklässler, die offene Ganztagsschule und verschiedene Tagesgruppen. Das Gebäude in der Elsassstraße 94 wurde knapp zwei Jahre lang von Tagesgruppen genutzt und stand sonst leer, zuvor war im Gebäude ebenfalls eine Förderschule untergebracht. Im Mai haben die Sanierungs- und Umbauarbeiten begonnen, jetzt, pünktlich zum neuen Schuljahr, gehen ungefähr 50 Kinder in der Elsassstraße zur Schule.

In jede Klasse gehen im Schnitt acht bis neun Schüler, die Klassenräume sind dekoriert mit Leseübungen oder Matheplakaten und Collagen. Das Besondere: Neben jedem Klassenraum befindet sich ein Ausweichraum, beide Räume sind durch eine Tür und durch eine große, rechteckige Fensterscheibe miteinander verbunden – eine der wichtigsten Umbaumaßnahmen von Architekt Harald Sprenker. „Die Kinder geraten manchmal schnell in Konflikte, da muss auch schnell eingegriffen werden“, erklärte Thomas Weinen, Schulleiter der Förderschule. Das Ausweichzimmer ist gemütlich eingerichtet, es gibt eine kleine Sofaecke, Regale mit Büchern und Brettspielen und einen runden Gruppentisch.

Bis zum Mittag lernen die Kinder in den Räumen, nach dem Essen in der schuleigenen Mensa gehen sie entweder in die Tagesgruppe oder in die offene Ganztagsschule. In der Tagesgruppe sind momentan neun Kinder, die eine intensive Betreuung brauchen. „Nicht nur die Eltern, sondern auch die Betreuer der Tagesgruppe sind Fachleute bezüglich der einzelnen Kinder“, merkte Weinen an. Im Erdgeschoss des Gebäudes sind außerdem eine weitere Tagesgruppe mit einem ähnlichen Konzept, zu der Kinder von anderen Schulen kommen, sowie eine Tagesgruppe für jugendliche Flüchtlinge, die noch keinen Schulplatz bekommen haben.

Häufig haben die Kinder beispielsweise Aufmerksamkeitsprobleme, Lernblockaden, Probleme in Gruppen oder Entwicklungsverzögerungen. Mit all der guten Betreuung sei das Ziel natürlich, die Kinder in eine Regelschulklasse rückführen zu können, was meistens auch gelinge, wie Weinen betonte. „Die Kinder, die bei uns zur Schule gehen, brauchen sehr viel, bekommen hier aber auch sehr viel.“

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