Förderpreise des „Starke Kids Netzwerks“ verliehen

Von: Silvia Möller
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Im AOK-Haus am Aachener Markt konnten sich fünf Gruppen über ein Preisgeld freuen, mit dem ihre Arbeit zur Kindergesundheit unterstützt wird.

Aachen. „Hier geht es um die Verbesserung und den Erhalt der Jugendgesundheit“, erklärt Waldemar Radtke, Regionaldirektor der AOK der Städteregion Aachen/ Kreis Düren, bei der Verleihung der Förderpreise des „Starke Kids Netzwerks“ der AOK Rheinland/Hamburg.

Im AOK-Haus am Aachener Markt konnten sich fünf Gruppen über ein Preisgeld freuen, mit dem ihre Arbeit zur Kindergesundheit unterstützt wird.

2006 wurde die Auszeichnung ins Leben gerufen, seitdem sind die Initiatoren stets „auf der Suche nach Mutmachern, Anpackern, Visionären“, sagt Radkte. 34 Einsendungen gab es in diesem Jahr, der zweite und dritte Platz wurden doppelt vergeben. Insgesamt vergab die Gesundheitskasse diesmal 9000 Euro. Doch stellt der Regionaldirektor klar, dass alle Bewerbungen „exzellent“ waren und die Wahl sehr schwer fiel.

Dennoch überzeugten einige Projekte etwas mehr als andere. Auf Platz drei hat es die Viktor-Frankl-Schule mit dem Projekt „Let’s go – Jeder Schritt hält fit“ geschafft. Mit regelmäßigen Ausflügen in Wald und Feld zeigen die Kinder der Förderschule, dass sich jeder gesund halten kann – egal ob mit oder ohne körperliche Einschränkung.

Das bewiesen einige Schüler auch gleich mit einer kurzen Tanzvorführung: Selbst im Rollstuhl sind coole Moves zu „Sceam and Shout“ möglich. Ebenfalls mit dem dritten Platz und damit 1000 Euro bedacht wurde das Projekt „Das FGV in Bewegung – Bewegungsoffensive 2.0“ des Franziskus-Gymnasium Vossenak. Diese konnte mit bewegten Pausen für die Schüler punkten.

Den zweiten Platz, dotiert mit je 2000 Euro, teilen sich die Vierte Aachener Gesamtschule und der Kinderschutzbund Ortsverband Aachen. Erstere überzeugte mit ihrem „Projekt Verantwortung – Abenteuer helfen“, bei dem Kinder für drei Monate einmal wöchentlich einer ehrenamtlichen Tätigkeit ihrer Wahl nachgehen und so folgendes herausfinden: „Was kann ich tun, das anderen nützt?“

Der Kinderschutzbund bekam den Preis für das Projekt „Auch Kinder sind Angehörige“ (AkisiA), das Björn Jansen, Vorsitzender des Stadtsportbund Aachen und Laudator, als ein wichtiges „Projekt, das sich mit seelischer Gesundheit beschäftigt“, beschreibt. Was bedeutet es, psychisch erkrankte Eltern zu haben? Wie sieht es in einer Psychiatrie aus? Und was geschieht dort? Solche Fragen beantwortet die Initiative auf kindgerechte Weise und nimmt Furcht vor dem Unbekannten.

Mit 3000 Euro ging schließlich der erste Platz an das Projekt „diesseits“ der Pfarre Franziska von Aachen. Laudatorin Ulla Schmidt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags und Bundesabgeordnete für Aachen, ist sichtlich gerührt und begeistert von diesem Unternehmen, das „den Tod aus der Tabuzone holt“ – ein Thema, das ihrer Meinung nach noch mehr in den Mittelpunkt gerückt werden sollte.

„Diesseits“ vermittelt Kindern, die ein Elternteil oder eine andere nahestehende Person verloren haben, dass sie nicht alleine sind. Zudem wird zu erklären versucht, was der Tod bedeutet und, dass er etwas natürliches ist. Ein kurzes Video konnte deutlich zeigen, dass die Hilfe ankommt: Befragte Kinder zwischen zwei und sechs Jahren hatten ein positives Bild vom Sterben, wenn natürlich auch mit Trauer verbunden.

„Ich kann Ihnen versprechen – wir machen weiter!“ Zog Radtke nach der Vorstellung aller Gewinner ein Fazit. Denn so viel Engagement für die Kindergesundheit müsse auch in Zukunft weiterhin gefördert werden.

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