Aachen - Flüchtlingskindern ein kleines Stück Heimat geben

Flüchtlingskindern ein kleines Stück Heimat geben

Von: Lale Dalz
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Wenn asylsuchende Flüchtlinge in Aachen ankommen, haben sie vieles durchgemacht. Auf der Flucht vor Krieg, Unrecht und Gewalt, weit weg von Heimat, Familie und Muttersprache brauchen sie dringend Unterstützung.

Bürgerinnen und Bürger, die insbesondere Jugendlichen helfen möchten, in dieser schwierigen Lebenssituation zurechtzukommen, können eine Vormundschaft oder Patenschaft in Erwägung ziehen.

Der Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) lädt zu einer Info-Veranstaltung ein, bei der man erfährt, wie man helfen kann. Gemeinsam mit dem Jugendamt, dem katholischen Verein für Soziale Dienste (SKM), der Arbeiterwohlfahrt und dem Café Zuflucht sucht der SKF Ehrenamtler, welche bereit sind, diese Aufgaben zu übernehmen.

Dabei liegt der Schwerpunkt auf Vormundschaften für minderjährige Flüchtlinge, denn sie brauchen bis zum Erreichen der Volljährigkeit rechtliche Vertreter, um beispielsweise einen Asylantrag stellen zu können oder medizinische Versorgung zu erhalten.

Es geht jedoch auch um Jugendliche, die aus anderen Gründen einen Vormund benötigen. Auch über die Volljährigkeit hinaus können Ehrenamtliche die jungen Menschen begleiten, zum Beispiel in Form einer Patenschaft.

Weder die Vormundschaft noch die Patenschaft hat etwas damit zu tun, die Jugendlichen bei sich wohnen zu lassen oder eine Elternrolle zu übernehmen – es geht vielmehr um die Unterstützung und Begleitung bei ärztlichen Terminen oder beim Besuch des Bundesamt für Migration in Düsseldorf. Auch gemeinsame Aktivitäten, Sport und Kinobesuche können unternommen werden, um den Jugendlichen das „Ankommen“ in Aachen zu erleichtern.

Das Jugendamt und die Sozialen Dienste haben hierfür zwar hauptberufliche Vormünder, diese sind bei der steigenden Zahl der Flüchtlinge in Aachen nicht mehr in der Lage, die Jugendlichen intensiv zu betreuen. Ab Oktober werden Schulungen angeboten, in denen Ehrenamtliche in sieben Modulen alles erfahren, was sie wissen müssen. Auch nach Abschluss der Module und Erhalt eines Zertifikats werden die Ehrenamtlichen durch die Hauptberufler betreut und stehen mit Fragen und Unsicherheiten nie alleine da.

Wer also Interesse hat oder mehr dazu erfahren möchte, sollte am Donnerstag, 18. September, um 18 Uhr die Infoveranstaltung im Haus des Sozialdienstes Katholischer Frauen, Wilhelmstraße 22, besuchen.

Die Informationsveranstaltung ist unverbindlich. Die Ansprechpartnerinnen Britta Jagdfeld und Ute Leroy können unter der Telefon 470450 oder an c kontaktiert werden.

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