Aachen - Flüchtlingshelfer Richard Schmitt erhält Leo-Schumacher-Medaille

Flüchtlingshelfer Richard Schmitt erhält Leo-Schumacher-Medaille

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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Engagierter Helfer der Flüchtlinge: Richard Schmitt wurde beim Neujahrsempfang der IG Forster Vereine mit der Leo-Schumacher-Genkmedaille ausgezeichnet. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Das kann nur ein Glückssymbol sein, wenn ein leibhaftiger Schornsteinfegermeister in schwarzer Berufsmontur am Eingang zum Festsaal die Besucher empfängt und jedem ein rosa Marzipanschweinchen mit rotem Zylinder überreicht.

So geschehen beim Neujahrsempfang der Interessengemeinschaft Forster Vereine im Restaurant Kommer.

Proppevoll war der Saal, nahmen doch außer den Vertretern der 18 Mitgliedervereine auch 40 Gäste teil, die sich im September 2015 als ehrenamtliche Helfer um die Betreuung Asylsuchender in der Flüchtlingsunterkunft in der Körner-Kaserne verdient gemacht haben.

Im Mittelpunkt aber stand Oberst a.D. Richard Schmitt, nicht nur im Stadtteil bekannt durch sein unermüdliches Schaffen in der Pfarre St. Katharina, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit und die Organisation der Pfarrfeste, wie Pfarrer Martin Obrigkat, Sprecher des Kuratoriums zur Verleihung der Leo-Schumacher-Gedenkmedaille, vor der Verleihung an Schmitt hervorhob.

Der war durch sein Engagement als „Mann mit roter Jacke und rotem Hut“ zum Begriff geworden. Innerhalb weniger Tage sei es Schmitt seinerzeit gelungen, eine Struktur aufzubauen, mit der die geflüchteten Menschen in der Kaserne aufgenommen und versorgt wurden. „Direkt aus Budapest mit dem Zug und dem Bus nach Aachen gekommen, waren es in kürzester Zeit 150 Personen“, erinnerte Pfarrer Obrigkat an die erste Zeit. Der Alltag war zu organisieren, die Essenausgabe, Kleidung, Kennenlernen der neuen Umgebung, Kontakte und Freizeitgestaltung, wie auch erstes Deutschlernen.

Richard Schmitt war als Soldat gelernter Logistiker und Organisator, war verantwortlicher Offizier in Aachen und kannte sich aus. „Welch ein Glücksfall, dass du die Organisation übernommen hast“, betonte Obrigkat. Bei stehenden Ovationen überreichte der 1. Vorsitzende der IG Forster Vereine, Rudi Moos, die Urkunde zur Verleihung der Leo-Schumacher-Gedenkmedaille an Richard Schmitt. „Ich bin zwar kein Forster, sondern ein Brander. Darum gehöre ich eigentlich hier gar nicht rein. Aber nach dieser Laudatio denke ich, stimmt es vielleicht doch“, sagte der Geehrte.

Das Rahmenprogramm zum Jahresempfang trug die Handschrift von Rudi Moos. Sechs kleine „Heilige Könige“ aus der Pfarre St. Katharina sangen das Lied vom „Stern über Bethlehem“ und sammelten für die Patnergemeinde in Indien. Mit sensiblem Spiel auf dem Keyboard überzeugte Ursula Waroscheck. Ihr folgte die Streicherklasse der GGS Schönforst. Es war Rudi Moos vorbehalten, für die Klasse als Spendengelder der IG und zwei Einjahrespatenschaften einen Spendencheck über 1200 Euro an Schulleiterin Lea Hütten zu übergeben. Satire und Komik ganz neuer Art präsentierte „Hoppla – Das Duo“.

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