Flüchtlingsheime komplett belegt

Von: Matthias Hinrichs
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Aachen. Langsam, aber sicher ist die Zahl der Flüchtlinge, die Unterkunft und Unterstützung in Aachen suchen, in jüngerer Zeit wieder gestiegen. Seit einigen Monaten bereits sind die städtischen Kapazitäten weitestgehend ausgeschöpft. „Die Lage ist angespannt“, erklärt Evelin Wölk vom städtischen Presseamt – aber: „Zurzeit können wir sämtliche Asylbewerber in städtischen Unterkünften unterbringen.“

 374 Flüchtlinge zählt das Sozialamt laut Presseamt aktuell in der Kaiserstadt. 185 Personen logieren momentan in den Übergangswohnheimen, obwohl dort eigentlich nur Platz für 169 Menschen vorgesehen ist. Die übrigen leben in jüngst reservierten Wohnungen im Süsterfeld sowie in vereinzelten städtischen Objekten, die für Notfälle bereitgehalten werden. Eine Unterbringung in „externen“ Ausweichquartieren wie Hotelzimmern sei aber nicht erforderlich.

Unterdessen haben sich die Wogen im Zusammenhang mit den Plänen, zwei Häuser in Eilendorf als Quartiere für insgesamt 45 Flüchtlinge herzurichten, offenbar geglättet. Die Bezirksvertretung will sich in ihrer nächsten Sitzung am 12. März noch einmal mit dem aktuellen Sachstand befassen. Bis zum Spätherbst sollen die Objekte fertiggestellt sein. „Wir gehen davon aus, dass für die künftigen Bewohner und auch die Nachbarn Ansprechpartner zur Verfügung stehen, etwa ein Sozialarbeiter und eine Art Hausmeister, die bei Fragen schnell helfen können“, sagte Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler (CDU).

„Vernünftige Lösung“

Wie berichtet, hatte das Projekt – Kostenpunkt im Ganzen rund 540.000 Euro – im vergangenen Herbst für einigen Unmut und Irritationen in der Bezirksvertretung und auch im Stadtrat gesorgt; manche Politiker fühlten sich nicht zeitig genug und nicht hinreichen informiert. „Inzwischen“, so Elke Eschweiler, „bin ich aber sehr zuversichtlich, dass wir zu einer vernünftigen gemeinsamen Lösung kommen.“

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